Neu im jungen 2012 - Werke und CDs

KOMPONIER-WUT UND KONZERTE IM JUNGEN JAHR 2012

In den ersten zwei Monaten von 2012 entstanden neue Kompositionen und CD-Produktionen. Das 45minütige GALLUS-ORATORIUM "EIN LEBEN IN DER STILLE" wurde als Auftragswerk zu '1400 Jahre Gallus, des Schweizer Nationalheiligen' komponiert und vom Strube-Verlag gedruckt (UA am 12. Mai in Kathedrale St. Gallen. Es entstand die 5. SINFONIE "SCHWARZWALD-SAGA", die zum Eröffnungskonzert des Schwarzwald-Musikfestivals am 17.5. (Freudenstadt) und 18.5. (St. Märgen) mit der Baden-Baden-Philharmonie Uraufführung hat.  Ferner entstanden kleinere Kompositionen wie WITCHES DANCE für Soloklavier, CIACCONA MISTICA für Kontrabass-Hackbrett, die Motette DA PACEM - VERLEIH UNS FRIEDEN.

CD-Einspielungen erfolgten für Sacred Music Volume 8 im Freiburger Münster (mit der 8. Orgelsinfonie und At The Edge of Time), Volume 7 IM NAMEN DER ROSE mit dem sagenhaften Countertenor Valer Barna-Sabadus und Johannes Skudlik, der auch die 9. Orgelsinfonie einspielte, Volume 9 mit der von Kunibert Schäfer in Basilika Waldsassen 7. Orgelsinfonie, den SELIGPREISUNGEN. LEIPZIG 1989 und anderen Chorwerken. Zu Ostern 2012 erscheint auch als Sacred Music Volume 6 das OSTERORATORIUM, das vor einem Jahr in Köln/WDR mit Soli, Chor und Orchester unter Leitung von Richard Mailänder uraufgeführt wurde.

Neuschwanstein 13.6.2011 KÖNIG LUDWIG II - GEDENKKONZERT mit UA

Am Pfingstmontag, den 13.6.2011 fand im Sängersaal Schloß Neuschwanstein die Uraufführung statt (mit Live-Übertragung auf BR-Klassik) von:

 

Enjott Schneider (*1950) „EIN EWIG RÄTSEL WILL ICH BLEIBEN...“ EIN LUDWIG II – EPITAPH 

Konzert für Englischhorn, Streicher und Fagott

I:  „So schön und geistvoll, seelenvoll und herrlich“ (R. Wagner 1864)

II:  Gralsburg Neuschwanstein

III:  Ende eines Traums: 13. Juni 1886

 

Christoph Hartmann (Berliner Philharmoniker) herzlich gewidmet

Dauer: 18 Minuten

UA: 13.6.2011 – dem 125. Todestag von Ludwig II in Neuschwanstein mit Christoph Hartmann und einem Ensemble der Berliner Philharmoniker

 

Das Englischhorn – die dunkle Version der Oboe - ist in der Romantik (vom “siechen Tristan” Wagners bis zum “Schwan von Tuonela” des Jean Sibelius”) die Klangfarbe des Todes und der Liebessehnsucht! Was kann daher zum 125. Todestags eines ewig sehnsüchtigen und romantisch verrätselten Königs besser passen, als ein Konzert für Englischhorn?. Der erste Satz folgt einem Wagnerwort von 1864 “...so schön und geistvoll, seelenvoll und herrlich”, mit dem der Bayreuther Meister seinen königlichen Mäzen charakterisierte, und bietet bekannte Wagner-Motive, die sich an “Schönheit” und “Adel” gegenseitig überbieten wollen. Der zweite Satz beschreibt mit Motiven aus Wagners Parsifal die Magie eines mittelalterlichen Schlosses, denn Ludwig II hatte Neuschwanstein immer als Gralsburg gesehen, wo hoch über den Menschen in der Freiheit künstlerischer Reinheit die Menschheit zu erlösen sei. Das Finale ist bewegt, agitato (erregt) und von hoher Emotionalität, um dann in einem Trauergesang auszuklingen, - der Abschluß eines würdigen “Ludwig II-Epitaphs”, eines Grabdenkmals, eines Grabspruchs.

 

 

 

Liste der  verwendeten Wagner-Zitate:

Satz 1: Das „Erlösungs-Hoffnungsmotiv“ aus „Fliegender Holländer“ (T.22)

              Das „Sehnsuchts-Motiv“ aus „Tristan und Isolde“ (T.36)

              Das „Liebesverklärungs-Motiv“ aus „Tristan und Isolde“ (T.52)

              Das „Sänger-Motiv“ aus „Tannhäuser“ (T.76)

              Das „Frage-Motiv“ aus „Lohengrin“ (T.96)

Satz 2: Das „Gralstrauer-Motiv“ aus „Parsifal“ (T.35)

             Das „Tor-Motiv“ aus „Parsifal“ (T.73)

Satz 3: Das „Todes-Motiv“ aus „Tristan und Isolde“ (T.12)

             Der „Traurige Hirtenreigen“ aus „Tristan und Isolde“ (T.49)

             Der „Scheide-Gesang“ aus „Tristan und Isolde“ (T.121)

 

 

 

             

 

April 2011 mit zwei großen Uraufführungen

Am Ostermontag 25.4.2011 in St. Panthaleon (Köln) ist die Uraufführung des einstündigen Osteroratoriums RESURREXIT ET ASCENDIT mit Solisten, Orchester und dem Kölner Figuralchor unter Leitung von Richard Mailänder (das Ganze wird vom WDR mitproduziert und an Himmelfahrt gesendet). Librettozusammenstellung Enjott Schneider auf Basis von Luthers Übersetzungen mit vielen lateinischen Originalzutaten des Mittelalters, - mit einigen musikalischen highlights und Ohrwürmern! Näheres unter: WERKE / VOKALENSEMBLE hier auf der website.

Siehe den link:

www.enjott.com/werke/

Einen Tag später am 26.4.2011 im Dozent- und Abschlusskonzert I der Cello Akademie Rutesheim (bei Stuttgart) spielt der ungarische Starcellist László Fenyö (Solocellist im Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks Frankfurt) die Uraufführung des Konzert Nr.1 DUGUD für Violoncello und Orchester mit der Württembergischen Philharmonie unter Leitung von Christoph Adt: VIRTUOSE CELLONACHT MIT ORCHESTER

„DUGUD“ ist  der sumerische Name eines alten orientalischen Vogelgottes aus  Adler und Falke. Als sumerischer Anzu oder Im-Dugud wurde er  auch mit Löwenkopf dargestellt. In der Türkei ist er als „Togrul“, in Ungarn als „Turul“ bekannt.  Er sitzt auf dem Lebensbaum über den Geistern ungeborener Kinder, die ebenfalls Vogelgestalt haben. Der Sage nach ist Emeshe von diesem Vogel im Traum geschwängert worden und hat  mit ihrem so gezeugten Sohn Álmos den Urahn der ungarischen Könige gestellt. Das Konzert für Violoncello greift in archaischen Szenarien einige der Sagenbilder auf.

Siehe den link:

 

www.enjott.com/werke/

20.10.2010 Neue Doppel-CD ENJOTT SCHNEIDER erschienen

Frisch vom Presswerk (auch bei I-tunes und Amazon) lieferbar ist die neue Doppel-CD FILMMUSIK ENJOTT SCHNEIDER

Bavaria Sonor Records 307.2502.2 (LC23250) mit jeweils mehreren original soundtrack - Musikstücken aus den Filmen HERBSTMILCH, RAMA DAMA, STALINGRAD, WILDFEUER, SCHWABENKINDER, JAHRESTAGE, DIE ANDERE FRAU, FANTASY FOR A NEW AGE, WUNDER VON LEIPZIG: WIR SIND DAS VOLK, DIE FLUCHT, STAUFFENBERG - AUFSTAND DES GEWISSENS , DAS MÄDCHEN ROSEMARIE, 23 - NICHTS IST SO WIE ES SCHEINT

Das ausführliche booklet enhält einen Essay von Enjott Schneider BILDHAFTER AUSDRUCK UND UNMITTELBARE EMOTIONALITÄT sowie statements von Dr. Peter Hanser-Strecker (Geschäftsführer Schott Music), Jo Baier (Filmregisseur), Joseph Vilsmaier (Filmregisseur), Dr. Harald Heker (Vorstandsvorsitzender der GEMA), Dr. Rolf Moser (Geschäftsführer des Bavaria Sonor Musikverlags), Dr. Ralf Weigand (Deutscher Komponistenverband)

 

31.10.2010 Neues Orchesterwerk UA Philharmonie Essen

Die Bochumer Symphoniker (Leitung: Arno Hartmann) spielen am Reformationstag 31.10.2010 18 Uhr im Konzert  FREIHEIT DER MUSIK die Uraufführung von Enjott Schneider EIN FESTE BURG.

Im Konzert wird neben Mendelsohns "Reformationssinfonie" auch Dieter Schnebels "HD für neun Harley Davidson Motorräder, Trompete und Harmonium" auf neun originalen Harleys aufgeführt.

siehe den Link:

www.enjott.com/werke/

EIN FESTE BURG bezieht sich auf das streitbare Lied Martin Luthers (um etwa 1529 verfasst), das mit seinem leuchtenden C-Dur wie kein anderes Lied den protestantischen Gedanken und Eigenwillen der lutherischen Reformation verkörpert.  Heinrich Heine bezeichnete es als „Marseiller Hymne der Reformation“, Friedrich Engels als „Marseillaise der Bauernkriege“. 

Das sinfonische Gedicht lässt die symbolkräftige Melodie aus dunklen und magischen Texturen entwachsen, sie wird mit Gegenthemen verwoben  evoziert zunehmend - mitten in stürmischem Gewebe des Orchesters – etwas von dem Kampfgeist , der mit diesem Lied verbunden war. Auf dem Höhepunkt findet dann jedoch eine Abwendung von Kampf, Glaubenskriege und religiöser Rechthaberei statt, - und ein pastoral-friedlicher Epilog mit unschuldig zwitschernden Vogelstimmen und murmelnder Natur formuliert die klare Aussage: Gottes Schöpfung, die wir zunehmend mit Füssen treten, zerstören, verschmutzen und verwüsten ist der wahre Ort eines tiefen Glaubens und der Erscheinung Gottes. Eine Schöpfung, die allen Religionen gemeinsam ist und allen gleichermaßen gehört, - ob protestantisch, katholisch, jüdisch oder muslimisch. 

29.5.2010 EARTH & FIRE. SYMPHONIC POEM , Philharmonie Taipei

WuWei (Sheng)  plays with the Taipei Chinese Orchestra in the Zhangzheng auditorium in the Zhongshan Hall in Taipei/Taiwan, conducted by Yiu-Kwong Chung. The piece is arranged with Schott Music.

"EARTH & FIRE" follows of the success of the "CHANGES" concert when the century old Sheng (played with virtuosity by WuWei) and symphonic composition meet. The new aspect to this project is that I wrote for a differentiated "Chinese Orchestra" with over 60 musicians (from Bandi, Guzheng to Ziago or Beigehu). It is exciting to see how this globalised repertoire of orchestral music is played is played at a high level."Earth" is a ritualistic music which is and transformed into a hymnal music by "Fire".

The concert takes place as part of the "30 Years of the Taipei Philarmonics" celebrations. Enjott Schneider is a member of the composition competition held as part of this event. 

 

ENJOTT ON TOUR

KONZERTE FRÜHJAHR 2012

Nach der UA der CIACONNA MISTICA (Allerheiligen Hofkirche der Residenz München am 25.3.) geht es vom 28.3. bis 9.4. nach Taipei und Peking, wo vor allem am 1.4. das SYMPHONIE POEM "FIRE OF INNOCENCE" in der national Concert hall Taiwan UA hat. Anfang Mai ist St. Gallen/Schweiz im Visier mit der UA GALLUS-ORATORIUM 1400 Jahre St. Gallen am 12.5., danach geht es zum Schwarzwald-Musikfestival, wo ich composer in residence bin und am 17./18. Mai die neue 5. SINFONIE: SCHWARZWALDSAGA UA hat. Am 19.5. ist gleich Probenbeginn in Beijing, wo ich ebenfalls composer in residence bin.... Aufführung des Orchesterwerks AT THE EDGE OF TIME am 21.5. Festival Beijing Modern, am 27.5. geht es direkt von dort nach Köln, wo ich bei Deutschlandradio eine CD-Aufnahme meines MORGENSTERN-LIEDERBUCHES mit den SINGPHONIKERN und Orchester dirigiere.....

Geposted von enjott, am Thursday, 01.03.2012, 00:00 |Share

Soundtrack zu LACONIA bei Alhambra November 2011 erschienen

Die Musik zum TV-Eventzweiteiler LACONIA (produziert von teamworx und talback Thames für ARD/Degeto und BBC England) ist jetzt - komponiert und dirigiert von Enjott Schneider - bei Alhambra erschienen und ab sofort bei amazon und den regulären bezugsstellen erhältlich.

Geposted von enjott, am Friday, 11.11.2011, 00:00 |Share

LACONIA Eventzweiteiler von Teamworx für ARD/BBC am 2.+3.November 2011

KINO-FEELING IM TV ARD am 2. und 3. November, jeweils 20:15: LACONIA - der neue Enjott Schneider-Soundtrack (auf CD/Alhambra im Handel),  mit Anna Drubich (Klavier), Sandro Friedrich (Duduk), Philharmonisches Filmorchester München, Leitung und Elektronik: Enjott Schneider, aufgenommen in Bavaria Musikstudios (Tonmeister: Klaus Strazicky).

Im September 1942 versenkte das deutsche U-Boot U156 den britischen Truppentransporter, auf dem aber vor allem zivile Passagiere waren. U-Boot Kommandant Werner Hartenstein (Ken Duken) beschließt, möglichst viele der über 2500 Schiffbrüchigen (mehr als beim Untergang der TITANIC!) zu retten. Ein provokantes und für alle Seiten schicksalhaftes Unternehmen, das aus der Perspektive der deutschen Jüdin Hilda Smith (Franka Potente) erzählt wird. Großartig besetzt, überwältigende in der See vor Kapstadt gedrehte Bilder, aufwendige U-Boot-Nachbauten. Regie: Uwe Janson, Drehbuch: Alan Bleasdale, Kamera: Michael Schreitel. Teamworx und Talkback Thames, eine deutsch-britische Ko-Produktion... kein Heldenepos, nach turbulentem Beginn eher eine Geschichte von Erinnern, Hoffen und Sterben. 

Musikbeispiele, Fotos und Infos unter link:

www.enjott.com/werke/

Geposted von enjott, am Wednesday, 02.11.2011, 00:00 |Share

FRIEDENSINFONIE "SALAAM" für Soli, Chor, Orchester Open Air Klassik Augsburg

Am 10.7.2011 Augsburg fand die Uraufführung statt von FRIEDENSINFONIE "SALAAM" für Sopran, Alt, Tenor, Bass, Chor und Orchester. In dem Open Air-Klassikkonzert mit 370 Sänger und dem Philharmonischen Orchester Augsburg (Ltg.: GMD Dirk Kaftan) wurde zunächst Beethovens IX. Sinfonie gespielt, dann als Finale die viersätzige FRIEDENSINFONIE nach Texten von Dschalaladdin Rumi, Nazim Hikmet, J.W. Goethe  sowie Koran- und Bibelstellen.

1: ALIF – DER KLANG DES „ANFANGS“

2: ALLEGRO MAESTOSO: LOB DER SCHÖPFUNG

3: ADAGIO: VON DER LIEBE

4: FINALE: FREI WIE EIN BAUM – BRÜDERLICH WIE DER WALD

Ausführende:

Solisten und Opernchor des Theater Augsburg, Philharmonisches Orchester Augsburg, Ltg.: GMD Dirk Kaftan, mit dem Philharmonischen Chor Augsburg, den Chören des Gymnasiums St. Stephan, der Herz-Jesu-Kirche, der Sing- und Musikschule Mozartstadt Augsburg, der Kosaken Kraj e.V., mit dem  Jungen Vokalensemble Schwaben, dem Türkischen Chor Sultan-i Yegah, dem Chor des Türkischen Kültürvereins, dem Koreanischen Chor Augsburg

Infos und Libretto unter dem Link: 

www.enjott.com/werke/

Zeitungskritiken:

DIE AUGSBURGER ZEITUNG vom 13.7.2011 (Frank Hendl) 1 Philharmonisches Orchester, 2 Bands, 4 Solisten, 370 Chorsänger und -sängerinnen, 450 Musiker insgesamt – der Schlussabend von „City of Peace“ war ein Mammutkonzert. Das Hauptwerk des Abends, auf das all diese Musiken hingeführt hatten, war schließlich die von Enjott Schneider als Auftragswerk ausgeführte „Salaam Friedens-Sinfonie“. Schneider hatte nicht nur spirituelle Schriften aus aller Herren Länder von der Kabbala über die Genesis und den Koran bis zum iranischen Dichter Rumi, dem Türken Nazim Hikmet und anderen verarbeitet, sondern auch Stile und Rhythmen aus den Musiken dieser Länder zur Vertonung benutzt. Nun intonierte der 370stimmige Chor östliche Töne, ertönten aus Augsburger Kehlen Koransuren und Bibelverse. Das war noch einmal pathetisch, zumal der Komponist seine Erfahrung als Filmkomponist deutlich hörbar machte und die Möglichkeiten des großen Orchesters noch einmal „beethovenmäßig“ ausreizte, und ging doch auch ans Herz. Noch fast sechs Monate bis Weihnachten, und man durfte auch mal mitten im Sommer gerührt sein und fühlen, wie erstrebenswert eine friedliche Welt wäre. Muss man Pathos geißeln? Muss man nicht. Es wäre ja so schön, wenn wir alle Brüder – und „brider“ – wären, werden könnten. Man darf das, man muss das sagen, immer und immer wieder und gerne mit allen verfügbaren Gefühlswallungen.... Von dem türkischen Dichter Nazim Hikmet stammten die deutlichsten Sätze in Schneiders Libretto: „Schafft die Knechtschaft ab des Menschen durch den Menschen!“, fordert der ganz brechtisch und formuliert die Sehnsucht nach „Leben, einzeln und frei wie ein Baum und brüderlich wie der Wald.“ Da klingt eine Leidenschaft an…. AUGSBURGER ALLGEMEINE vom 12.7.2011 (Stefan Dosch) ...den urbayrischen "Wolfi-Landler" in einem hübschen Arrangement schickten das Orchester und zwei Hackbrett-Spieler (Komalé Akakpo, Birgit Stolzenburg de Biasio) hinauf in den Abendhimmel. Nicht nur die Bearbeitung dieser Volksweise, auch die Komposition des Hauptstücks der Finalveranstaltung lag in den Händen von Enjott Schneider. "Salaam", die FRIEDENSINFONIE des Münchner Musikhochschul-Professors, ist ein Werk voll bester Absichten. Mit eklektizistischem Fleiß hat Schneider für dieses Auftragswerk unterschiedlichster Texte aus dem westlichen wie dem östlichen Kulturkreis zusammengestellt und in vier Sätzen vertont, bezeichnenderweise für dieselbe Besetzung wie Beethovens Neunte. Dass Schneider sich gerade auch auf Filmmusik versteht (u.a. "Schlafes Bruder"), das hört man seiner "Salaam"-Partitur an. Süffigen Klang scheut sie ebenso wenig wie einprägsame rhythmische Floskeln, und wirkungsmächtige harmonische Wendungen kulminieren in Klangballungen, die unverhohlen auf Überwältigung zielen. Am Ende geht Schneider noch über Schiller-Beethoven hinaus, nimmt stellvertretend für die gesamte Schöpfung die Fauna brüderlich in den Arm und lässt Soli und Chor mit den Worten des Fürsten Pückler flehen: "Wir sehnen uns so sehr nach der Freiheit der Bäume!"

Geposted von enjott, am Sunday, 10.07.2011, 00:00 |Share

ORBE ROTUNDO

Songs of love, magic and death. Scenic pictures of Ordinary Time with Latin and Medieval texts for soprano, tenor, baritone, choir and orchestra. The world premiere will be in the 5th of December 2010 in the Herkules-Hall in Munich with the Münchner Motettenchor, conducted by Hayko Siemens. The 50 minute long piece will be performed by the same cast as Orff's "Carmina Burana" and is intended to be to be a mirror image and have a modern take on their work. 

 

Geposted von enjott, am Tuesday, 16.03.2010, 00:00 |Share