Kategorie:  Symphonie / Orchester

OCEAN PICTURES - THE SECRETS OF WATER
OZEANISCHE BILDER - GEHEIMNISSE DES WASSERS
Das solistische Horn ist der „Hauptdarsteller“ in diesem sinfonischen Gemälde von grenzenloser Weite, Erhabenheit, Stille und stupenden Klangwelten. Stilistisch irgendwo zwischen Postmoderne, Klangforschung und den Surrealitäten neuerer Filmmusik angesiedelt. Im Vordergrund stehen außermusikalische Botschaften wie Respekt vor Schöpfung und Natur, ökologische Verantwortung als hymnischer Aufruf, den ozeanblauen Erdball nicht noch weiter zu zerstören. Nationalismus und Egoismus steht ein planetarisches Miteinander als notwendiger Paradigmenwechsel an. Diese Inhalte sollen vor allem auch vom Solohorn vermittelt werden, das neben melodischer Gestaltung durchaus auch technisch virtuos gefordert wird.
Um die kaleidoskopische Vielfalt der Motive und Fragmente zu zentrieren, wurde der Komposition eine wiederkehrende 12Ton-Reihe und ihre Umkehrung zugrundegelegt.

Sätze: 1: Albatros, der Traum vom Grenzenlosen | Albatros, the dream of boundlessness
2: Im Dunkel der Tiefsee | In the darkness oft he deep sea
3: Octopus, Leben in tausend Gestalten | Octopus, life in thousand shapes
4: Delphine | Dolphins

Dauer: 26 Minuten

Notenausgabe: Ries & Erler Musikverlag Berlin , 2026

Besetzung: Horn Solo
2 Flöten (2. auch Piccolo) - Klarinette, Bassklarinette – 2 Fagotte
3 Posaunen (T T B)
3 Percussion Players
Perc 1: Pauke, Triangel, Rainstick (Ocean Drum), Claves
Perc 2: Große Trommel, 3 hängende Becken, Vibraphon, Tubular Bella, Metal Chiles, woodblock
Perc 3: Tamtam, Triangel, Waterphone, Glockenspiel, Congo, Peitsche, 2 Crotales e/h

Harfe
Großes Streichorchester (Violine 1+2, Viola 1+2, Violoncello, Kontrabass)

Vorwort: Das solistische Horn ist der absolute „Hauptdarsteller“ in diesem sinfonischen Gemälde von grenzenloser Weite, Erhabenheit, Stille und stupenden Klangwelten.
Stilistisch irgendwo zwischen Postmoderne, Klangforschung und den Surrealitäten neuerer Filmmusik angesiedelt. Im Vordergrund stehen außermusikalische Botschaften wie Respekt vor Schöpfung und Natur, ökologische Verantwortung als hymnischer Aufruf, den ozeanblauen Erdball nicht noch weiter zu zerstören. Nationalismus und Egoismus steht ein planetarisches Miteinander als notwendiger Paradigmenwechsel an. Diese Inhalte sollen vor allem auch vom Solohorn vermittelt werden, das neben melodischer Gestaltung durchaus auch technisch virtuos gefordert wird.
Um die kaleidoskopische Vielfalt der Motive und Fragmente zu zentrieren, wurde der Komposition eine wiederkehrende 12Ton-Reihe und ihre Umkehrung zugrundegelegt.

Anmerkungen zu den vier Sätzen:
SATZ 1:
Mit der Spannweite von 3,6 Meter ist der Albatros Spitzenreiter aller Vögel, langlebig über 60 Jahre, er legt in seinem Leben 4 Millionen Seemeilen zurück, kann über 45 Tage in der Luft bleiben. Weil mit dem dynamischen Segelflug Hunderte von Kilometer ohne Flügelschlag zurückgelegt werden können, weil ohne jede Kraftanstrengung das Überwinden extremer Strecken bis 16.000 Km gelingt, hat man dem Albatros magische Fähigkeiten zugeschrieben. Geschichtliche ist er älter als 30 Millionen Jahre und seit 28 Millionen Jahren (dem frühen Oligozän) in der echten Art der heutigen Spezies nachweisbar. Eine Kreatur, die uns ‚kleine‘ Menschen zu Demut und Staunen veranlassen kann.
SATZ 2: In der Dunkelheit der Tiefsee verbergen sich Geschöpfe mit surrealen Formen und Verhaltensweisen, die selbst abstruse Vorstellungen von Aliens und Fantasy noch übersteigen. Dadurch wird eine Klangphantasie angeregt, die absolut der ‚Neuen Musik‘ angehört, jedoch aber - erzählerisch vermittelt - eine Fasslichkeit und Schönheit für jedermann behält.
SATZ 3: Der Oktopus hat in den letzten Jahren durch sensationelle Forschung und Beobachtung extrem an Image gewonnen: er ist zum einen das fremdartigste Wesen des Planeten, und doch mit seiner faszinierenden Intelligenz (acht Gehirne in jedem der Arme) und sogar emotionaler Kompetenz dem Menschen durchaus nahe. Die Musik erfasst diese Komplexität eines Oktopus-Dasein und integriert den Solisten in eine sinnenverwirrende Vernetzung mit dem Orchester.
SATZ 4: Ebenfalls von Intelligenz und zusätzlich mit kreativstem Spieltrieb ist das wundersame Leben der Delphine gekennzeichnet. In rasendem Tempo und voller Kunststücke können sie das Meer durchpflügen. Motorische Lust und Überraschungen stehen auf der einen Seite, Ausrottung und Bedrohliches durch den überzivilisierten Menschen auf der anderen Seite. Mit jährlichen 80 Millionen Tonnen allein an Plastikmüll, Industriegiften oder Schwermetallen hat der Mensch das einst ozeanische Paradies nicht nur zur Müllhalde werden lassen, - sondern auch zum eigenen Grab: epische Kantilenen und requiemhaft leise Passagen bilden daher einen nachdenklichen Kontrast zu Vitalität und kraftvoller Energetik.

Widmung: Dem Solisten und Inspirator dieses Konzerts – Christoph Ess – herzlich gewidmet.

Anmerkungen: Sponsored and commissioned by the Meir Rimon Fonds / New York of the International Horn Society, a funding to create new works featuring horn.