Kategorie:  Symphonie / Orchester , Kammermusik

FATAL HARMONIES |Tödliche Harmonien für Viola und Streicher ist eine Weiterentwicklung des Cello-Konzerts "FATAL HARMONIES OF BLACK SWEEETNESS Variations on Gesualdos „Moro, lasso, al mio duolo“ for violoncello & string orchestra. Die Todessehnsucht des Madrigals von Gesualdo inspirierte zu gewagter - aber von der Renaissance inspirierten - Harmonik und zu einer auf Kontrast, Surrealität und schroffen Wechseln gekennzeichneten Expressivität. Eingespielt auf der CD BRIDGES TO INFINITY von Alexia Eichhorn und der Bodensee-Philharmonie, Ltg.: Gabriel Venzago und am 20. April 2025 beim Osterfestival Arco/Italien uraufgeführt mit Alexia Eichhorn, Ltg.: Juheon Han.



Mit Click auf das erste gelbe Photo unten kann man einen kurzen YouTube-Trailer der World-Premiere in Arco ansehen.

Sätze: 1: PROLOGO ...armonie mortali
2: CANTILENA
...la bellezza di Maria d’Avalos
3: BALLO MORTALE (I)
4: RICERCARE
5: Ballo Mortale (II)
6: PASSACAGLIA DELLA MORTE ...morire d’asfissia su un’altalena

Dauer: 16 Minuten

Notenausgabe: Strube-Verlag München , Orchestermaterial mit Stimmen ED 7215, Klavierauszug ED 7215/07 , 2018

Besetzung: Viola Solo und Streichorchester (mindestens 6-5-4-3-2)

Soloinstrumente: Viola

Vorwort: FATAL HARMONIES OF BLACK SWEEETNESS Variations on Gesualdos „Moro, lasso, al mio duolo“ for viola solo & string orchestra
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Carlo Gesualdo (1560-1613) ist eine der kühnsten wie rätselhaftesten Komponistenfigueren. Seine Madrigalkunst weist harmonisch weit in Wagnersche Zeiten vor und ist für seine Epoche beispiellos. Hintergrund des „Todes“ und „Schmerzes“ als permanentes Motiv des Komponierens ist seine Ermordung der schönen Ehefrau Maria d’Avalos, wonach er in Depression und Isolation verfiel... und eben eine Radikalität des Tonsatzes etablierte, die nur vor diesem Hintergrund verständlich ist.
Die vorliegende Komposition greift die dunkle Süße auf, die Gesualdos Madrigalkunst beherrscht und die in keinem seiner Madrigale so auf den Punkt gebracht ist wie in Moro, lasso, al mio duolo aus seinem Todesjahr 1613 (aus dem 6. Madrigalbuch). Die plakativen Akkordfolgen Cis-Dur / a-moll / H-Dur/ G-Dur werden leitmotivisch aufgegriffen und in Nr. 1 PROLOG vorgestellt. In Nr. 6 PASSACAGLIA DELLA MORTE werden sie zu einer achttaktigen Passacaglia-Folge ergänzt. Diese Schlußmusik nimmt in ihrem Wanken, Gleiten und Glissandieren auch Bezug auf die überlieferte grausame Ermorderung seines Kindes: in einer Schaukel im Hof des Schlosses festgezurrt wurde es mit Chor-Harmonien über Tage beschallt... bis es starb.

Uraufführung:  20.04.2025, Arco / Italien (Gardasee)

Uraufführung Interpreten: Mit Alexia Eichhorn (Viola) am 20.4.2025 bei den Osterfestspielen „Pasqua Musicale Arcense“ in Arco (Gardasee), in der Chiesa Collegiata di S. Maria Assunta, mit dem Festivalorchester, Dirigent: Juheon Han

Tonträger:  Solo Musica,  2025

Tonträger Interpreten: Alexia Eichhorn (Viola) mit der Bodensee Philharmonie, Ltg.: Gabriel Venzago auf der CD BRIDGES TO INFINITY, recorded July 2024 in der ehemaligen Dominikaner-Kirche Konstanz