Kategorie:  Chor / Vokal , Orgel / Sacred Music

Der Text stammt vom Theologieprofessor Johannes Matthäus Meyfart 1626, die Melodie wird Melchior Franck 1663 zugeschrieben. Die Bilderwelt stammt vor allem aus der Apokalypse des Johannes (Offb 21) und umschreibt die Himmelfahrt der Seele und der Herrlichkeit des neuen Jerusalem als einer geistige Stadt Gottes. Sehnsucht und Begeisterung sind die dominanten Inhalte. Deswegen wird in dieser Choralkantate nicht nur das plakative C-Dur des Liedes gefeiert, sondern auch das lyrische Moment der „Sehnsucht“, - mit der sensiblen Solovioline und einer chromatisierten Satztechnik, die auf einer 10-Tonreihe beruht: C-As-G-H-Fis-F-E-Es-G-D. Nach einer lyrischen Intro für Chor und Ensemblefolgen die fünf Strophen, wobei bei Nr.1,3 und 5 ein Mitsingen der gesamten Gemeinde möglich ist.

Dauer: 8 Minuten

Notenausgabe: Strube Verlag München Edition Nr. 4250 , Edition Nr. VS 4250 , 2021

Besetzung: Chor (S S A T B) und ad lib. Kinderchor
Solovioline, 2 Trompeten, 2 Hörner, 3 Posaunen (T T B), Tuba ad libitum
Orgel

Vorwort: Auftragskomposition der Dommusik Speyer zum 40. Jahrestag der Aufnahme des Speyerer Doms als Hauptwerk romanischer Baukunst in Deutschland zum UNESCO Weltkulturerbe



Zum Thema „Das neue Jerusalem“ bei der Jubiläumsfeier passt auch der Choral „Jerusalem, du hochgebaute Stadt“. Es ist ein im Ursprung lutherisches Lied des Evangelischen Gesangbuches Nr. 150, das erst 2013 in das allgemeine katholische Gotteslob aufgenommen wurde.
Der Text stammt von Johannes Matthäus Meyfart 1626, die Melodie wird Melchior Franck 1663 zugeschrieben. Die Bilderwelt des Theologieprofessors Meyfart stammt vor allem aus der Apokalypse des Johannes (Offb 21) und aus dem Lukasevangelium (Lk 23,46): es ist die auf acht Strophen angelegte Vision von der Himmelfahrt der Seele und der Herrlichkeit des neuen Jerusalem als einer geistige Stadt Gottes. Sehnsucht und Begeisterung sind die dominanten Inhalte. Deswegen wird in dieser Choralkantate nicht nur das plakative C-Dur des Liedes gefeiert, sondern auch das lyrische Moment der „Sehnsucht“, - mit der sensiblen Solovioline und einer chromatisierten Satztechnik, die auf einer 10-Tonreihe beruht: C-As-G-H-Fis-F-E-Es-G-D. Nach einer mystischen Introduktion für Chor und Ensemble folgen die fünf Strophen in melodiegetreuem Satz, wobei die Strophen 1, 3 und 5 so angelegt sind, dass hier auch die gesamte Kirchengemeinde mitsingen kann. Die Strophen 2 und 4 entfernen sich von der Liedmelodie und paraphrasieren in motettischer Freiheit.

Widmung: Domkapellmeister Markus Melchiori (Speyer) herzlich gewidmet

Uraufführung:  29.10.2021, Dom in Speyer

Uraufführung Interpreten: 29. Oktober 2021 im Dom zu Speyer mit Chor und Ensemble der Dommusik Speyer,
Ltg.: Domkapellmeister Markus Melchiori