Kategorie:  Chor / Vokal , Orgel / Sacred Music

„Wasser“ ist ein Synonym für „Leben“. Bereits im Alten Testament findet man eine intuitive Zuordnung der Bedeutung des „Heiligen Wassers“ zum Heiligen Geist, jenem Fluidum, das die Indianer „Großer Geist“, die Chinesische Spiritualität „Chi“ und die Naturwissenschaften „Äther“ oder „Quantenfeld“ nennen.
Das vorliegende Chorwerk kombiniert die rätselhaften Äußerungen aus der „Offenbarung“ mit dem Schöpfungsmythos der Genesis. Die damaligen Autoren hatten keine Fachworte, um den Urzustand der Materie als „Vakuum“, „Plasma“ oder „Quantenfeld“ begrifflich zu fassen und benutzen hierfür den Terminus „Wasser“. Aus Sicht der neuesten Physik darf somit eine Wendung wie „Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser“ als stimmige Beschreibung eines Weltenanfangs gesehen werden: die Materie wird aus Geist und Vakuum geboren!

Notenausgabe: Edition Strube München , ED 4182 , 2020

Besetzung: Chor a cappella S S A A T B

Textdichter: Texte der traditionellen englischen Bibel, zusammengestellt von Enjott Schneider

Vorwort: VORWORT DES KOMPONISTEN
„Wasser“ ist einer der am meisten gebrauchten Worte der Bibel und ist ein Synonym für „Leben“. Bereits im Alten Testament findet man eine intuitive Zuordnung der Bedeutung des „Heiligen Wassers“ zum Heiligen Geist, jenem Fluidum, das die Indianer „Großer Geist“, die Chinesische Spiritualität „Chi“ und die Naturwissenschaften „Äther“ oder „Quantenfeld“ nennen.
Jedes Lebewesen braucht Wasser. Die Erdoberfläche besteht zu etwa 70% aus Wasser, zumeist Salzwasser. Nur ein kleiner Prozentsatz von etwa 3% ist frisches Trinkwasser, wovon gegenwärtig 69% in Polkappen oder Gletschern gefroren ist. So macht die Menge des trinkbaren Wassers, zu dem haben Lebewesen Zugang haben, nur 0,03% der Gesamtmenge aus.
Wasser ist eine weibliche Energieform und in allen Kulturen aufs Höchste mit dem Wesen von Gottheiten verbunden. Es dient dem Waschen, Heilen und einer symbolischen Reinigung. In allen Religionen gilt es als heilig: Wo Wasser ist, da ist Leben.
Das vorliegende Chorwerk kombiniert die bedeutsamen und rätselhafte Äußerungen aus der „Offenbarung“ (als dem finalen Teil der Heiligen Schrift) mit der Erwähnung des Wassers im Schöpfungsmythos der Genesis. Die damaligen Autoren hatten keine Fachworte, um den Urzustand der Materie als „Vakuum“, „Plasma“ oder „Quantenfeld“ begrifflich zu fassen und benutzen hierfür den Terminus „Wasser“. Aus Sicht der neuesten Physik darf somit eine Wendung wie „Der Geist Gottes schwebte über dem Wasser“ als extrem stimmige Beschreibung eines Weltenanfangs gesehen werden: die Materie wird aus Geist und Vakuum geboren!

Anmerkungen: Text:
Mayim chaim – the water of life.
In the beginning… the earth was formless and void. Darkness was over the surface of the deep. And the Spirit of God, was hovering over the waters (Genesis 1:1-2)
Mayim chaim – the water of life.
…I will give water without cost from the spring of the water of life” (Revelation 21:6)
Mayim chaim – the water of life.
Let the one who is thirsty come; and whoever whishes let him take the free gift from the spring of the water of life” (Revelation 22:17)
Mayim chaim – the water of life.
Then the angel showed me the river of the water of life, as clear as crystal, flowing from the throne of God and of the Lamb “ (Revelation 22:1)
Mayim chaim, Mayim chaim.

Uraufführung:  08.05.2020, Köln Antoniterkirche

Uraufführung Interpreten: 8. Mai 2020 in Köln Antoniterkirche mit dem Kammerchor CONSTANT, Leitung: Judith Mohr;
im Rahmen der „ORGELNACHT ENJOTT SCHNEIDER“