Kategorie:  Symphonie / Orchester , Kammermusik

DRACULA – BIRTH OF A LEGEND thematisiert vor allem den historischen Dracula, den grausamen Fürsten Vlad Tzepesch (Vlad der Pfähler).
1: VLAD TEPEZ, Introduktion und Allegro Furioso
2: WHEN EVEN THE MOON TREMBLES IN FEAR ist ein Adagio in schauerlichem Pianissimo und vermittelt das nächtlich-stumme Schreien der Gepfählten.
3: TRANSYLVANIAN BANQUET nimmt Bezug auf Vlads hinterhältige Freundlichkeit, Bettler und Kranke zu einem Fest zu empfangen, in dessen Verlauf sie dann umgebracht wurden. Ein vampirisch zuckersüßer Valse Lento, der sich unerwartet immer wieder in eine aggressive Metrik verwandelt.
4: IMMORTAL DRACULA feiert in einem aristokratisch-neobarocken Vivace den Blutkuss jener schaurigen Untoten, wie wir sie aus der langen Reihe der “Dracula”-Filme kennen.

Sätze: 1: VLAD TEPEZ
2: WHEN EVEN THE MOON TREMBLES IN FEAR
3: TRANSYLVANIAN BANQUET
4: IMMORTAL DRACULA

Dauer: 20 Minuten

Notenausgabe: Ries & Erler Musikverlag , 2022

Besetzung: Solo-Violine, Solo-Violoncello
String Orchestra (Vl. 1+2, Vla 1+2, Vc 1+2, Bass)
Playback with Audiofiles

Vorwort: DRACULA – BIRTH OF A LEGEND. Double Concerto for Violin, Violoncello & String Orchestra
Ad libitum with Sound Design and Narrator (Texts on the historical Dracula and Bram Stokers novel from 1897).

Das Doppelkonzert thematisiert vor allem den historischen Dracula, den grausamen Fürsten Vlad Tzepesch (Vlad der Pfähler), der von 1431 bis 1476 im heutigen Rumänien lebte und das Vorbild für Bram Stokers berühmten Schauerroman von 1897 war. Vlad III Draculea wurde von seinem Vater Vlad II Dracul als Geisel an Sultan Murad gegeben, wo er als Knabe jahrelange Folter seiner Peiniger erlebte (zu sexuellen Diensten und zum Essen von Kot und Menschenfleisch gezwungen). Dies prägte den pupertären Vlad derart, dass er dann als Fürst selbst von beispielloser Grausamkeit war: Berüchtigt war sein “Pfählen” (qualvolles viertägiges Sterben der an Stangen aufgespießten Opfer) - er ließ bisweilen bis zu 20.000 türkische Soldaten am Spieß aufgestellt – weshalb er den Beinamen Vlad Tepes (Tzepesch), der “Pfähler” erhielt. Vor seinen sadistischen Bestrafungen wie Teeren, Federn, lebendig Verbrennen, Hängen, kannibalischem Fleisch- und Blutgenuss blieben auch Frauen und Säuglinge nicht verschont. Dennoch wird er heute in Rumänien noch als gerechter Herrscher und Nationalheld verehrt.
Zu den Sätzen:
1: VLAD TEPEZ, Introduktion und Allegro Furioso
2: WHEN EVEN THE MOON TREMBLES IN FEAR ist ein Adagio in schauerlichem Pianissimo und vermittelt das nächtlich-stumme Schreien der Gepfählten, die man einst zu Tausenden um die Stadt Tirgoviste aufgespießt fand.
3: TRANSYLVANIAN BANQUET nimmt Bezug auf Vlads hinterhältige Freundlichkeit, Bettler, Zigeuner und Kranke zu einem Fest zu empfangen, in dessen Verlauf sie dann umgebracht wurden. Ein originales Zitat war “Schaffen wir die Armut ab, indem wir die Armen abschaffen!”. Musikalisch geschieht dies in einem vampirisch zuckersüßen Valse Lento, der sich unerwartet immer wieder in eine aggressive Metrik verwandelt.
4: IMMORTAL DRACULA nimmt Abschied vom historischen Vlad III und feiert in einem aristokratisch-neobarocken Vivace den Blutkuss jener schaurigen Untoten, wie wir sie aus der langen Reihe der “Dracula”-Filme kennen. Das historisch dokumentierte Grab von Vlad III im rumänischen Snagov wurde 1931 geöffnet.... und man fand keine sterblichen Überreste. Also wird Dracula doch noch unter uns weilen?

Widmung: Dedicated to Indira Koch and Wolfgang Emanuel Schmidt

Uraufführung:  27.05.2022, Berlin Philharmonie

Uraufführung Interpreten: 27. Mai 2022 Berliner Philharmonie mit Indira Koch (Violine), Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello), Kammerphilharmonie METAMORPHOSEN
Dietmar Wunder (Erzähler)
Electronics & Sound Design by Enjott Schneider
Die zweite Aufführung findet am 12. Juni 2022 in der Elbphilharmonie Hamburg statt.