Category:  Chamber Music , Choir / Vocal

After the first premiere of his famous Septet op. 20 Beethoven said with boldness to his colleague Joseph Haydn (who just got extremely popular with his oratio „The Creation“): „This is my Creation!“. So we know that Beethoven has seen his Septet as a musical document for „nature“ and „creation“… written in the key Eb-Major, - which has been a symbol for „nature“. The following composition combines motifs and themes from op. 20 with texts by Beethoven and lyrics of J.W. von Goethe, which are addressing the world of nature.

Movements: 1: Allmächtiger im Walde
2: Im Grenzenlosen
3: Blicke in die schöne Natur!
4: Wie froh bin ich
5:Wie herrlich leuchtet mir die Natur
6: Höheres gibt es nicht
7: Als ob jeder Baum zu mir spräche

Duration: 32 Minutes

Instrumentation: Soprano solo, Tenor solo
mixed Choir (S A T B)
Ensemble: Clarinet (Bb), Fagott, French Horn (F), Violin ,Alto, Violoncello, Doublebass, Percussion (Vibraphone, Tamtam, Big Drum Triangel, woodblock, 2 suspende cymbals)

Text/Lyrics by: Ludwig van Beethoven and Johann Wolfgang von Goethe

Introduction: The 1st premiere of Beethovens famous septet op. 20 sucessed in the context of the oratio „The Creation“ by Joseph Haydn. This oratorio gave to the elder composer Haydn a hughe and brand-new popularity. Beethoven countered with great self-confidence (about the Septet): „This is my CREATION, the moral law within us and the starry sky above us!“. - In these few words we find the entire cosmos of Beethoven: - his love for nature as the direct work of god; his radical commitment to his inner ideals, and his quest for infinity. The following composition combines Beethovens thoughts about nature with the soulmate nature poetry of Johann Wolfgang von Goethe… and we can listen a lot of quotations: motifs and themes from the Septet op. 20

Additional remarks: Commissioned by Internationales Chorforums e.V. for the Beethoven-Year 2020
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Projektstand (November 2018):

Solisten: Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin Süddeutscher Kammerchor
Instrumentalensemble: Solisten der Barenboim-Said-Akademie Berlin
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Aufführungen:
Boulez-Saal, Berlin
Residenz Würzburg Goethe-Haus Frankfurt,
Hofkirche München Evangelische Kirche Hofrat

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Textauswahl:
Satz 1:
Beethoven: „Allmächtiger im Walde! Ich bin selig, glücklich im Wald; jeder Baum spricht durch dich. O Gott! Welche Herrlichkeit! In einer solchen Waldgegend, in den Höhen ist Ruhe, Ruhe, ihm zu dienen“ (im Tagebuch 1815)
Goethe: „ Im Grenzenlosen sich zu finden / Wird gern der Einzelne verschwinden, / Da löst sich aller Überdruß; / Statt heißem Wünschen, wildem Wollen, /
Statt läst’gem Fordern, strengem Sollen, / Sich aufzugeben ist Genuß.
Weltseele komm uns zu durchdringen! /
Denn mit dem Weltgeist selbst zu ringen / Wird unsrer Kräfte Hochberuf. / Teilnehmend führen gute Geister, / Gelinde leitend, höchste Meister, /
Zu dem der alles schafft und schuf.“
Beethoven: „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie“ (1810)
Satz 2:
Beethoven: „Blicke in die schöne Natur und beruhige dein Gemüt über das Müssende“. Goethe: „Müsset im Naturbetrachten/ Immer eins wie alles achten; /
Nichts ist drinnen, nichts ist draußen: / Denn was innen das ist außen. /
So ergreifet ohne Säumnis /Heilig öffentlich Geheimnis.
Freuet euch des wahren Scheins, / Euch des ernsten Spieles: / Kein Lebendiges ist Eins, / Immer ist’s ein Vieles.“
Satz 3:
Beethoven: „Wie froh bin ich, einmal in Gebüschen, Wäldern, unter Bäumen, Kräutern, Felsen wandeln zu können. Kein Mensch kann das Land so lieben wie ich. Geben doch Wälder. Bäume, Felsen den Widerhall, den der Mensch wünscht...“ (1815 in Baden, Brief an Therese Malfatti)
Satz 4:
Goethe:
„Wie herrlich leuchtet / Mir die Natur! / Wie glänzt die Sonne! / Wie lacht die Flur!
Es dringen Blüten /Aus jedem Zweig, / Und tausend Stimmen / Aus dem Gesträuch, Und Freud und Wonne / Aus jeder Brust. / O Erd’! o Liebe! / O Glück! O Lust!
Du segnest herrlich / Das frische Feld, / Im Blütendampfe / Die volle Welt.
Satz 5:
Beethoven: „Höheres gibt es nichts, als der Gottheit sich mehr als andere Menschen nähern, und von hier aus die Strahlen der Gottheit unter das Menschengeschlecht verbreiten“ (Brief an Erzherzog Rudolf, 1823)
Goethe: „Des Menschen Seele / Gleicht dem Wasser: /
Vom Himmel kommt es, / Zum Himmel steigt es, /
Und wieder nieder / Zur Erde muß es, /
Ewig wechselnd.
Strömt von der hohen, / Steilen Felswand /
Der reine Strahl, / Dann stäubt er lieblich / In Wolkenwellen.
Wind ist der Welle / Lieblicher Buhler; /
Wind mischt vom Grund aus / Schäumende Wogen.
Seele des Menschen, / Wie gleichst Du dem Wasser! /
Schicksal des Menschen, / Wie gleichst Du dem Wind!“
Satz 6:
Beethoven: „Ist es doch, als ob jeder Baum zu mir spräche auf dem Lande“ Heilig, heilig! – Im Walde Entzücken! Wer kann alles ausdrücken! – Süsse Stille des Waldes“.... Goethe: „Über allen Gipfeln / Ist Ruh’, /
In allen Wipfeln / Spürest Du /
Kaum einen Hauch; /
Die Vöglein schweigen im Walde. / Warte nur! Balde /
Ruhest du auch.“
Beethoven: „Gott ist immateriell, deswegen geht er über jeden Begriff; da er unsichtbar ist, so kann er keine Gestalt haben. Aber aus dem, was wir von seinen Werken gewahr werden, können wir schliessen, dass er ewig, allmächtig, allwissend und allgegenwärtig ist. Was frei ist von aller Lust und Begier, das ist der Mächtige, er allein. Kein Grösserer ist als er...“ (1814, Tagebuch)