CITY LIFE – Impressions for Orchestra (2014)

Dauer: 30 Minuten

Sätze: “CITY LIFE – Impressions for Orchestra” eine Hommage an das Ruhrgebiet (Uraufführung) Sounddesign: Friedrich M. Dosch. Kompositionsauftrag gefördert durch die Kunststiftung NRW, Auftragswerk für den Landesverband der Liebhaberorchester Nordrhein-Westfalen e.V. Die Folge der Impressionen: 1: Prelude 2: Morning rush hour / Verkehrstrubel am Morgen 3: Steelwork & fumace / Stahlwerk & Hochofen 4: Dark secret of Coalmines / Das dunkle Geheimnis der Kohlenminen 5: At the assembly line / Am Fließband 6: Colours of a night / Farben einer Nacht 7: Junk market on Saturday / Der Samstagsflohmarkt 8: Shut down: „No money-Blues!“ / Stillgelegt: der „Kein Geld-Blues!“ 9: The Tango for perseverance / Der Durchhalten-Tango 10: City Life / Großstadtleben

Besetzung: Piccolo / 3 Flöten / 2 Klarinetten (B)/ Bassklarinette/ 2 Fagotte/ 4 Saxophone (A A T T) 4 Waldhörner (F) / 3 Trompeten (B) / 4 Posaunen (T T T B) Sechs Schlagzeuger (Perc. 1-4 auch mit Industrieabfall-Materialien) Perc.1: helles Metallstück (Röhre) / großes Donnerblech 1 / Triangel Perc.2: dunkleres Metallstück (Platte) / großes Donnerblech 2 / Triangel Perc.3: Metallröhre oder Amboss (hell)/ große Trommel Perc.4: große Trommel / metal chimes / crash metal (trockenes metall wie Hihat) Perc.5: Marimba / 3 hängendes Becken (hoch-mittel-tief) Perc.6: Tamtam/Vibraphon / (spielt auch auf dem Marimba von Perc.5 mit) Großes Streichorchester 14-12-10-8-6 Tonzuspielung (Sounddesign) von Computer oder CD-Player, regelbar auf zwei großen Lautsprecherboxen rechts und links hinter dem Orchester

Notenausgabe: Ries&Erler Berlin, 2014

Vorwort: Mit dem traditionellen Sinfonieorchester, aber auch mit real-surrealen Tonzuspielungen (in Art des Sounddesigns im modernen Kino) sowie einem speziellen Schlagzeugapparat aus „Schrottmaterialien“ (Eisengestänge, Maschinenteile, Bretter, Eimer) wird in zehn kurzen Impressionen eine musikalische Hommage an das Ruhrgebiet mit seiner industriellen Vergangenheit erarbeitet, die viele Facetten enthält: magische Geräuschlandschaften, lebensfrohe Menschen, die Härte einer Knochenarbeit, technische Motorik begegnen sich und werden – wie bei Moussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ von einem Thema zusammengehalten, das die Stationen und snapshots aus dem CITY LIFE verbindet. Im Vordergrund stehen Spaß an rhythmischer Komplexität, an ungewöhnlicher geräuschhafter und frecher Tonerzeugung. Ungewohnte Konzepte wie musikalische Collagen (Übereinanderlegen von Musik-Texturen) werden ebenso vermittelt wie naive – fast filmmusikalische – Emotionen. Eine quirlige Klanginstallation soll entstehen, in der Kunstmäßiges und Alltags-Triviales in lebendigem Kontrast zueinander stehen.... wie eben in der Großstadt.

Anmerkungen: Gefördert durch die Kunststiftung Nordrhein Westfalen Sounddesign wird hergestellt durch Friedrich M. Dosch (Sounddesigner von Filmen wie "Stalingrad", "Schlafes Bruder", "Im Namen der Rose", "Henry IV", "Das Geisterhaus", "Smillas Gespür für Schnee", Stauffenberg" u.a.)

Uraufführung: 25.05.2014, Essen Weststadt-Halle Die Weststadt-Halle ist eine ehemalige Reparaturwerkstatt derKruppschen Guß- und Stahlfabrik und passt somit hervorragend zu CITY LIFE, wo sechs Schlagzeuger mit Industrie-Schrottmaterialien effektvoll mitwirken!
Uraufführung Interpreten: Eventorchester des Landesverbands der Liebhaberorchester Nordrhein-Westfalen e.V., mit sechs Industrie-Percussionisten und Sounddesign-Zuspielung /Friedrich M. Dosch, Musikalische Leitung: Enjott Schneider
Uraufführung Presseberichte: aus der Kritik in der WAZ vom 27. Mai 2014 (von Klaus Albrecht): "Wie klingt das Ruhrgebiet jenseits von Steigerlied und Schlachtenbummlergesängen? Auch wenn er kein Kind des Reviers ist, hat der Komponist Enjott Schneider seine eigenen Vorstellungen zu Hochöfen und morgendlichem Verkehrtrubel in Musik gegossen, begleitet von Friedrich M. Doschs Sounddesign. Entstanden ist das hörenswerte Orchesterwerk "City Life"..... Schneider sympathisiert mit dem Innovationswollen, den alternativen Spielorten und der multikulturellen Gesellschaft des Ruhrgebiets... Und so sind ihm mit "City Life" rhythmisch vitale, plastische und farbprächtige Bilder gelungen samt Schlagzeugapparat mit Auto-Schrottteilen, Zink Wäschetrog und Trillerpfeife. Jazzig verklärt die "Farben einer Nacht", köstlich das Treiben auf dem Flohmarkt mit einer türkischen Melodie. Selbst Wagners Ambossmusik fand ihre augenzwinkernde Andeutung.... Vielleicht hört man diese Revier-Hommage ja demnächst von den Essener Philharmonikern oder den Bochumern...."

Hörbeispiele:

Fotos:

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