Ali und der Zauberkrug. Ein musikalisches Märchen für Kinder (nach einem afrikanischen Märchen) (2002)

Dauer: 25:00

Sätze: 1: Ali / 2: Flötespielen / 3: Das Unwetter /4: Die weisse Gestalt / 5: Der Zauberkrug / 6: Freude im Dorf / 7: Die habgierige Tante /8:Amina und der Geist / 9: Das Unglück / 10: Finale

Besetzung: 1) Fl., Hf., Vl. 1 + 2, Viola 1 + 2, Vc., Kb. (Streicher als solistisches Sextett oder Streichorchester) 2) Grosses Orchester: 2 Fl (auch Picc.), 1 Oboe,2 Klar (B), 1 Fg., 3 Hr (F), 1 Pos., Pauke, 1 Schlagzeugspieler, Harfe Streichorchester

Soloinstrumente: Flöte, Harfe

Textdichter: Peter Hanser - Strecker (nach einem afrikanischen Märchen)

Notenausgabe: Schott Musik International, 2004

Vorwort: Ein musikalisches Märchen in Art von 'Peter und der Wolf' mit den Soloinstrumenten Flöte (=Ali) und Bratsche (= Fidel der Freundin Amina). Der Erzähler führt durch das Märchen, das auch szenisch als Bühnenwerk aufgeführt werden kann.
Zur Melodie des Finale (Ali-Thema) gibt es auch ein Kinderlied 'Hagossa' als eigenständiges Werk, das aber im szenischen Kontext gesungen werden kann.

Im Schottverlag Mainz ist zur Musik auch ein Buch mit Bildern, Noten und CD für den pädagogischen Gebrauch erschienen.
Widmung: Peter Hanser-Strecker in Freundschaft gewidmet
Anmerkungen: Das Werk existiert in drei Fassungen: als große sinfonische Orchesterfassung (Orchesterpartitur) und als Fassung für Streichorchester mit Flöte, Harfe (Streicherpartitur) sowie noch reduzierter als kammermusikalische Fassung: Flöte, Harfe und Streichsextett ( 2 Vl., 2 Vla., Vc, Kb) Das Werk erhielt im Herbst 2006 den Medienpreis 2006 des VDS (Verband Deutscher Schulmusikerzieher) und der Stiftung Pro Musica Viva. Aus der begründung der Jury: Das musikalische Märchen aus Äthiopien von Karlheinz Böhm, Enjott Schneider und Brigitte Smith lässt sich lesen als Parabel zur Frage, was Reichtum eigentlich ausmacht. Musik steht hier als Sinnbild erfüllten, guten Lebens. Ali beim Flötenspiel, die musizierende Dorfgemeinschaft: Das sind märchenhafte Allegorien, die auf das zutiefst humane Anliegen des Autors Karlheinz Böhm und seiner Stiftung ?Menschen für Menschen? verweisen. Reich an Bildern und Farben ist die Orchesterpartitur des bekannten Komponisten Enjott Schneider. Das ist visuelle Musik im besten Sinne: Filmmusik für das Kino im Kopf. Enjott Schneider gelingt es, im Anschluss an die Tradition des Melodramas aus vertrauten Formen und Mittel zu schöpfen, ohne jemals in vordergründige Klischees zu verfallen. Die beiliegende CD beeindruckt mit aufwändiger Produktion (u. a. Symphonieorchester und Kinderchor) sowie erstklassiger Aufnahmequalität.

Uraufführung: 08.07.2004, Staatstheater Mainz (Konzert:
Uraufführung Interpreten: Uraufführung der Kammermusikfassung 31.8.2002 mitKarlheinz Böhm (Sprecher), Daniel Frosch (Fl.) und Ensemble des Peter Cornelius-Konservatorium Mainz, Ltg.: GMD Gernot Sahler Uraufführung der Orchesterfassung 19.3.2005 Staatstheater Mainz mit Karlheinz Böhm, Ltg.: GMD Catherine Rückwardt
Uraufführung Presseberichte: Rhein-Zeitung vom 21.3.2005: 'Karlheinz Böhm: Die Geschichte ist ein schönes Beispiel dafür, dass man einfach und bescheiden leben soll. Durch seine einfache Freude, ein Musikstück zu spielen, weckt Ali den Geist aus seinem Grab und bekommt den Zauberkrug geschenkt. Und die Frau, die nach Reichtum giert, wird von dem selben Geist ins Jenseits befördert - oder zumindest aus ihrer Kultur heraus. Die Musik ist für mich ganz erstaunlich. Enjott Schneider hat ein - wie ich finde - sehr gelungenes Orchesterstück daraus gemacht.' ----- zu den 8. Aufführungen mit der Neuen Philharmonie Westfalen, Ltg.: Heiko Matthias Förster im Herbst 2011 schrieb die Zeitschrift DAS ORCHESTER (Jörg Loskill): "...zu dem der Münchner Komponist Enjott Schneider eine magische, illustrierende Musik schrieb. Schneider, der Film-, Musical- und Sinfoniekomponist, erweist sich erneut als äußerst kundiger und kompetenter Tonmaler. Man erlebt das Exotische in den Klangfarben (Harfe oder Bass, Bratsche oder Flöte), hört Donner und Blitz in gewittrigen Passagen, bangt und hofft mit dem kleinen Ali und seiner Cousine Amina, stimmt innerlich ein in den festlichen Trubel des afrikanischen Dorfes, wenn das Glück sich blicken lässt und Ali aus ärmlichen Verhältnissen heraushilft... Schneiders Partitur ist anspruchsvoll, aber doch auch kindgerecht, weil sie die Stationen des Märchens suggestiv und balladesk beschreibt und emotional auslotet. Die Melodien sind stimmig, das orchestrale Geschehen hört sich "bunt" an. Schneider schafft mit wenigen Tönen und Noten einen Zugang zur Geschichte und den Figuren.... Heiko Matthias Förster und die kammermusikalisch besetzte Philharmonie hören sich in die orientalisch-afrikanische Stimmung des Märchens subtil hinein. Die Aufführung atmet den Zauber einer fernen Welt, in der das Gute siegt und das Böses keine Chance hat."

Tonträger: WERGO/Schott Musik und Mitschnitt der SWR, 2004
Tonträger Interpreten: CD mit Karl-Heinz Böhm (Erzähler) und dem Orchester des Staatstheaters Mainz, Ltg.: Catherine Rückwardt bei im Buch: Karlheinz Böhm / Enjott Schneider: ALI UND DER ZAUBERKRUG ED 9773 ISBN 3-7957-0509-6 ein Mitschnitt des SWR der kammermusikfassung: Karlheinz Böhm (Sprecher), Daniel Frosch (Fl.) und Ensemble des Peter Cornelius-Konservatorium Mainz, Ltg.: GMD Gernot Sahler

Hörbeispiele:

Fotos:

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