Kategorie:  Recordings

Sätze: 1: Vivo, 2: Mesto, 3: Finale: Lux Perpetua

Dauer: 10:00

Notenausgabe: Schott Musikverlag , ED 8676 , 1999

Besetzung: Saxophon und Orgel

Soloinstrumente: Saxophon

Vorwort: NEKYIA ist ein der antiken Mythologie bzw. Philosophie entnommenes Prinzip der Welt: Jede Höherentwicklung, jede Vergeistigung, jede Vervollkommnung setzt die 'Hadesfahrt' voraus. Jeder Berg beginnt mit einer Talsohle. Das Licht braucht zu seiner Existenz das Dunkle; der Himmel die Hölle. NEKYIA ist der Archetyp aller Religionen: Schon in den Urkulturen war die Initiation und Weihung zum Schamanen mit dem Todeserlebnis als Notwendigkeit verbunden. Orpheus musste zum Hades, um das Leben der Eurydice zu erhalten. Christus musste sterben, um vom Leben zeugen zu können.

Anmerkungen: Info im Tonträger-Booklet: Nach einer vitalen körperlichen Rhythmik wird die Begegnung mit dem Tod (Schmerz und Erstarrung) hörbar, die in den Englischhorn-Mittelteil eines Lamentos ohne Begleitung mündet. Langsam definiert der Solist die Töne eines indischen Ragas, auf dem sich dann der Schlussteil 'Lux Perpetua' aufbaut, dessen Abgeklärtheit Leben und Tod gleichsam integriert.

Uraufführung:  07.06.1990, München, St. Ursula (Konzertreihe Musica Sacra Viva)

Uraufführung Interpreten: Bernhard Heinrichs (Ob.); Harald Feller (Orgel)

Tonträger:  Visage du Saxophone VDS D12,  1995

Tonträger Interpreten: 2008 erschien eine neue CD-Einspielung mit Saxophon und Orgel: auf der
CD LE CHANT DES TÉNÈBRES mit dem französichen Duo 'Saxorgue'
Fabien Chouraki (sax) und Marc Adamczewski (org) , eingespielt in der Cathédrale de Noyon, Visage du Saxophone VDS 012