Kategorie:  Kammermusik

Sätze: - Bordun
- Quasi unisono
- Ostinato

Dauer: 10-11 Minuten

Notenausgabe: Schott Music mainz , 2011

Besetzung: Klaviertrio: Violine, Violoncello und Klavier

Soloinstrumente: Klavier, Violincello, Violine

Vorwort: "Musica arcaica Nr.1" ist das erste einer Reihe von Kammermusikwerken, in denen eine kompositorische Auseinandersetzung mit Musik anderer Kulturen (Lieder, Tänze, Instrumentalwerk, Gattungen) stattfindet. Das alte zyprische Hirtenlied "Voskos" motivierte mich, die archaischen Satztechniken Bordun, Heterophonie und Ostinato fokussiert anzuwenden. Dabei liegt der Akzent nicht nur auf dem satztechnischen Spielen, sondern auch im Evozieren der Stimmungen, die in dem Hirtenlied angelegt sind: das sehnsüchtige Klagen der ersten Liedhälfte "Im Pferch eingesperrt bin ich geboren, im Pferch werde ich sterben", und das ekstatisch-trotzige, auch stolze Aushalten des Todesgedankens "Niemand von euch kennt den Tod, noch das Altern!" in der zweiten Liedhälfte. Diese wird wesentlich von dem griechischen Rhythmus 3+2+3 bestimmt, der als Ostinato klar wiederkehrt.

Widmung: Dorothea Hofmann, der Mit-Initiatorin des 'Zyprischen Frühlings' in Freundschaft gewidmet

Anmerkungen: Voskos/Der Hirt

Ich, der Hirt, im Pferch bin ich geboren. Im Pferch wird einst auch mein armseliger Körper dem Tod entgegen sehen. Ich gruß? euch Fichten und Platanen und liebevolle Myrten. Niemand von euch kennt den Tod, noch das Altern!

Es handelt sich hierbei um ein altes, zyprisches Hirtenlied. In einer traurigen, pessimistischen Stimmung, besingt der Hirt die Vergänglichkeit des Lebens unter dem Blickwinkel seines eigenen Schicksals, da er als Schäfer geboren und als solcher sterben wird.

Uraufführung:  04.11.2008, Gasteig München BlackBox

Uraufführung Interpreten: 'Klaviertrio ars viva' mit Dina Leini (Violine), Yi-Wen Wang (Cello) und Sylvia Dankesreiter (Klavier)