Kategorie:  Symphonie / Orchester , Orgel / Sacred Music

Sätze: Hans Rott (1858-1854) - Enjott Schneider
...BALDE RUHEST DU AUCH! – Lieder-Reise für Bariton und Orchester

1: Prolog
2: Wandrers Nachtlied (Goethe)
3: Intermezzo
4: Das Veilchen (Zusner)
5: Intermezzo
6: Zwei Wünsche (Zusner)
7: Intermezzo
8: Das Vergissmeinnicht (Zusner)
9: Intermezzo
10: Der Sänger (Goethe)
11: Epilog

Anteil Rott/instrumentiert Schneider: 15 Min
Anteil Schneider original: 8 Min

Dauer: 22 Minuten

Notenausgabe: Ries & Erler Musikverlag Berlin , 2013

Besetzung: 2 Flöten / Oboe / Engl.Horn / Klarinette / Baßklarinette /  Fagott / Kontrafagott / 4 Hörner / Pauke / 2 Schlagzeuger (1: Triangel, Tamtam, Gr. Trommel, Claves, Gegenschlagbecken; 2: Glockenspiel, Kleine Trommel, 3 hängende Becken ) / Harfe / Streichorchester (Vl 1+2 Vka Vc Kb) …."mit der Besetzung von G. Mahlers KINDERTOTENLIEDER spielbar"

Textdichter: Johann Wolfgang von Goethe / Vinzenz Zusner

Vorwort: Ein Zyklus mit fünf Klavierliedern des Brucknerschülers und Mahler-Zeitgenossen Hans Rott (1858-1884), der frühverstorben und verkannt heute zunehmend Faszination auf die Musikwelt ausübt. Mit musikalischen Kommentaren (Prolog, Interludien, Epilog in zeitgenössischer Idiomatik) führt Enjott Schneider durch die meist von Todessehnsucht und Weltenrückzug geprägten Klavierlieder Hans Rotts, die behutsam orchestriert werden und in ihrer originalen Expressivität unverändert bleiben sollen. Die Lieder sind: Wanderers Nachtlied (J.W. von Goethe), Das Veilchen (V. Zusner), Vergissmeinnicht (V. Zusner), Zwei Wünsche (unbekannt), Der Sänger (J.W. von Goethe). CD-Einspielung mit Michael Volle (Bariton), Münchner Symphoniker, Ltg.: Hansjörg Albrecht. - - Der Kommentar setzt den im spätromantischem Satz gehaltenen Liedern eine Tonsprache mit freier Tonalität, Clustern, hohen glitzernden Liegetönen (die sich Schleierartig über Zitate von Hans Rott legen) und subtilen Klängen entgegen, die mit Fragilität oder exzessiven Ausbrüchen immer auf „Tod“ und „Wahnsinn“ von Hans Rott verweisen. Die Lieder werden sozusagen vor eine imaginäre Schattenwelt gestellt und bekommen dadurch plastische Konturen. Zusammengehalten werden sie von einem – auch gesungenen – Leitmotiv: „Warte balde ruhest du auch!, das vor allem in Prolog und Epilog exponiert wird.

Widmung: - Michael Volle herzlich gewidmet -

Anmerkungen: Enjott Schneider hat sich kompositorisch schon mehrfach mit dem ‚Tonfall der Spätromantik“ auseinandergesetzt: mit G. Mahler in der 3. Orgelsinfonie Totentanz, wo er mit Übernahme der Satzbezeichnungen aus Mahlers 5. Sinfonie diese „weiterdachte“, mit A. Bruckner in der 8. Orgelsinfonie In Memoriam. Variationen zu Bruckners 8. Sinfonie, sowie in der 6. Orgelsinfonie Te Deum, die mit Motiven und Zitaten aus Bruckners Te Deum arbeitete, mit R. Wagner im Orchesterstück Höchstes Heiles Wunder (zu Wagners „Parsifal“) für Streicher und Tonzuspielung, im Englischhornkonzert Ein ewig Rätsel will ich bleiben... Ludwig II.-Epitaph,

Tonträger:  Oehms-Classic,  2013

Tonträger Interpreten: CD-Einspielung vom 5.8. bis 9.8.2013 mit Michael Volle (Bariton), Münchner Symphoniker, Ltg.: Hansjörg Albrecht