Kategorie:  Kammermusik , Orgel / Sacred Music

Sätze: Toccata und Melisma

Dauer: 12-13 Minuten

Notenausgabe: Schott Music mainz , 2009

Besetzung: Trompete (B oder C) und möglichst dreimanualige Orgel

Soloinstrumente: Orgel, Trompete (B)

Vorwort: "YinYang" ist im Taoismus die Vereinigung der polaren Gegensätze. Auch in der Psycholinguistik gibt es solch ein Gegensatzpaar: Wenn Versuchspersonen die Phantasiebegriffe "Maluma" und "Takete" beschreiben sollen, ist das Ergebnis frappierend. "Maluma" wird als rund, weich, "Takete" hingegen als hart und eckig beschrieben. Genauso verhält es sich mit unserem Gegensatzpaar: "Toccata" ist ein kraftvolles, stabil gebautes, kantiges, eckiges Musikstück mit Staccato als Wesensform; "Melisma" ist ein geschwungenes, luftiges und rundes Gebilde mit Legato als Wesensform. Diese Polarität ist so elementar wie "Mann und Frau". Deshalb ist gehört es zum YinYang-Symbol, dass sich die geschwungene melismatische Linie kontrapunktisch mit der toccatenhaften Motorik vereinigt und somit ein jubelndes Lob der Ganzheit - ob im christlichen oder taoistischen Sinne - erklingt.

Widmung: Christoph Well und Franz Hauk herzlich gewidmet

Uraufführung:  08.02.2010, Liebfrauenmünster Ingolstadt

Uraufführung Interpreten: Christoph Well (Trompete) und Franz Hauk (Orgel)
Im Rahmen der Ingolstädter Orgeltage 2009