Kategorie:  Symphonie / Orchester

LEPORELLO & GIOVANNI entstand für den russischen Kontrabass-Virtuosen Artem Chirkov. Die poetische Idee zur seltsamen Kombination mit der monströsen Kontrabass-Balalaika wurde in Mozarts "Don Giovanni" gefunden: ein Frauenheld zwischen Galanterie und brutaler Triebhaftigkeit einerseits, und andererseits sein Diener Leporello, der keine Nebenfigur ist, sondern ebenfalls von Freiheitsgedanken und frivolen Phantasien getrieben. - Das Doppelkonzert zeichnet die ständig sich verändernde Beziehung zwischen diesen beiden Männern nach... und zitiert gerne Themen und Motive aus der Opern des unsterblichen und genialen Mozart. Wenn der "noble" Kontrabass auf die "rustikale" Balalaika trifft, dann sprüht es Funken und einige Überraschungen sind programmiert. – Dank an die beiden Interpreten Mikhail Dzyudze und Artem Chirkov für ihre energetische Musikalität bei der Umsetzung dieses ausgefallenen Rivalen-Kampfes!

Sätze: LEPORELLO & GIOVANNI.
Doppelkonzert für Kontrabass, Kontrabass-Balalaika & Orchester
I: Prolog „Symbiose und Kontrast“
II: Leporello
III: Giovanni’s Liebesvariationen
IV: Leporello - Der Rebell
V: Höfische Welt – Aus dem Ruder gelaufen
VI: Giovanni’s Serenade
VII: Höllenfahrt

Dauer: 28 Minuten

Notenausgabe: Manuskript beim Autor , Die Noten sind verlagsreif gedruckt als Partitur und Stimmen , 2018

Besetzung: Kontrabass Solo (in Solostimmung)
Kontrabass-Balalaika

Orchester:
2 Flöten (2. auch Piccolo)
Oboe
2 Klarinetten in Bb (2. auch Bass-Klarinette)
Fagott
2 Waldhörner in F
2 Posaunen (T B)
Harfe
Pauken
Percussion 1+2
1: bassdrum, Triangle, Flexaton, 3 woodblocks, snare drum, Tambourin
2: Triangle, Metal chimes, 3 suspended cymbals, Glockenspiel,
Tamtam, Claves, darabuka (or cajon)

Großes Streichorchester

Vorwort: LEPORELLO & GIOVANNI entstand als Auftragswerk für den russischen Kontrabass-Virtuosen Artem Chirkov (St. Petersburg Philharmonie), der mich zu einem Doppelkonzert zusammen mit der Kontrabass-Balalaika inspirierte. Ein Instrument das vornehmlich in traditioneller Folklore und russischer Popularmusik beheimat ist, - aber wunderbare Qualitäten für den klassischen Konzertsaal besitzt. Als poetische Idee, denen man diese unorthodoxe Instrumentalverbindung zuordnen kann, lieferte das spannungsgeladene Männer-Duo aus Mozarts Don Giovanni den Stoff: Don Giovanni, der zwischen Galanterie und brutaler Triebhaftigkeit seinen frivolen Lebensweg geht, - und dabei die Dienste seines Dieners Leporello einsetzt. Leporello ist keinesfalls eine servile Nebenfigur, sondern selbst von Freiheitsgedanken und sexueller Lust getrieben....
Das Doppelkonzert beschreibt die permanent changierende Relation zwischen beiden Figuren und zitiert – was sehr naheliegend war und als große Verehrung des genialen Mozart zu sehen ist – ausgiebig Motive und Themen aus seiner 1787 in Prag uraufgeführten Oper „Il dissoluto punito ossia il Don Giovanni“ („Der bestrafte Wüstling oder Don Giovanni“). Während die Don Juan-Figur des unverbesserlichen Frauenhelden in der Kulturgeschichte zu einem Archetypus geworden ist, mit dem sich Künstler aller Genres schon tausendfach auseinandersetzten, - hat man die nicht minder facettenreiche Figur des Leporello meist übersehen. Wenn also nun der „edle“ Kontrabass (Don Giovanni) auf die „rustikale“ Kontrabass-Balalaika trifft, dann schlägt es Funken und einige Überraschungen werden bereitgehalten. – Dank an die beiden Interpreten der Uraufführung Mikhail Dzyudze und Artem Chirkov für ihre energetische Musikalität bei der Umsetzung dieses ausgefallenen Rivalen-Kampfes!

Widmung: Artem Chirkov gewidmet, dem "Inspirator" dieser Komposition

Uraufführung:  04.04.2019, Krasnoyarsk (Russia), Transsiberian Art Festival 2019

Uraufführung Interpreten: Artem Chirkov, Kontrabass
Mikhail Dzyudze, Kontrabass-Balalaika
Siberian State Symphony Orchestra, Leitung: Vladimir Lande