Kategorie:  Symphonie / Orchester , Orgel / Sacred Music

Sätze: 1: Tanz 2: Echo und Narziss 3: Finale

Dauer: 23:00 (08:00 / 10:00 / 05:00)

Notenausgabe: Schott Music , Leihmaterial , 2004

Besetzung: Orgel und Streicher (16-14-12-10-8)

Soloinstrumente: Orgel

Vorwort: 'ECHO'. KONZERT FÜR ORGEL UND STREICHORCHESTER ist in seiner Stimmung vom Mythos der Bergnymphe Echo inspiriert: Von derGöttin Hera wegen ihrer Plapperei zum Schweigen und zum Nachschwätzen fremder Rede verdammt, verliebt sie sich in den Jüngling Narziss. Der hat jedoch für Echo kein Interesse und ist nur in seine eigene Schönheit verliebt. Daraufhin verzehrt sich Echo einsam im Wald an Liebeskummer... bis von ihr nur noch das 'Echo' übrig bleibt. Zieht man eine Linie von Händelscher Spielfreude über den Charme der Melodik und Harmonik von César Franck bis zur Insistenz der minimalistischen Musik, so findet sich die Stilistik dieses unproblematischen Orgelkonzertes gut beschrieben. Im Vordergrund steht zweifellos die spielerische Freude am ungezwungenen virtuosen Musizieren - sozusagen naiv und nymphenhaft. Dabei wird die musikalische Form des Echos (als Wiederholung, als Kanon u.a.) vielfach umgesetzt. Im Hintergrund lassen sich die Sätze auch programmatisch sehen:
Satz 1: 'Tanz' beschreibt die Bergnymphe Echo in ihrer leichten tänzerischen Art;Ein 11/8-Takt charakterisiert dabei den Grundrhythmus.
Satz 2: 'Echo und Narziss' beschreibt das Liebesglühen, das Werben, die Melancholieder Nymphe und ist in der Harmonik sowie Melodik etwas tiefsinniger (aufgebaut auf einem achttönigen Modus und einer achttönigen Motivreihe). Ein Ritornell nach Art des Violinkonzerts a-moll von J.S.Bach zeigt die Nähe der gesamten Komposition zu barocker Musizierfreude an.
Satz 3: Finale (Presto) ist ein virtuoser Satz, der über die für Echo typischen Melancholie hinaus etwas vom 'Geschwätzigen', 'Heiteren' und 'Schönen' der mythologischen Überlieferung an sich hat.

Widmung: ...für Johannnes Skudlik in alter Freundschaft

Uraufführung:  04.09.2003, Landsberg am Lech Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt (Internationale Landsberger Orgelkonzerte)

Uraufführung Interpreten: con brio-Orchester mit Johannes Skudlik (Leitung und Orgel)

Uraufführung Presseberichte: Ostthüringer Zeitung 22.9.2009 (Renate Mertel)
5. RUDOLSTÄDTER ORGELTAGE FESTLICH ERÖFFNET
...Höhepunkt des Abends war das 'Echo' von Enjott Schneider, ein un geheuer vielgestaltiges Werk, das mit seiner Virtuosität sowohl dem Solisten wie auch dem Orchester und dem Dirigenten einiges abverlangte. Nun kam auch die Ladegastorgel zum Einsatz. Am Anfang und am Ende des Werkes beherrschten spielerische und energische Elemente die Szene bis hin zum toccatenartigen Schlussteil, im Mittelsatz durften die Streicher schwelgen, aber auch bizarre und impressionistisch anmutende Klänge produzieren. Es war auf jeden Fall ein tolles Miteinander von Orgel und Orchester, sowohl durchsichtig als auch klanglich energisch musiziert. Der begeisterte Applaus der Zuhörer war wohl das beste Dankeschön für dieses beeindruckende Konzert....

Tonträger:  Guild GMCD 7264,  2003

Tonträger Interpreten: Franz Hauk (An der Münsterorgel Ingolstadt)
Georgisches Kammerorchester Ingolstadt
Ltg:Markus Poschner