Kategorie:  Kammermusik , Recordings

Sätze: 1: Das Einerlei im ewigen Kreislauf
2: Alles Streben nach Weisheit ist nichtig
3: Armseligkeit des menschlichen Dasein
4: Zeit und Zufall

Dauer: 8-9

Notenausgabe: Bläserheft 2010 des Verbands Evangelischer Posaunenchöre in Bayern e.V. , 2010 , 2009

Besetzung: Blechbläserensemble solistisch oder chorisch mit 6 Stimmen (z.B. 2 Trp 2 Hr Posaune Tuba)

Vorwort: Der Prediger Salomo (das Buch Kohelet) ist einer der philosophischen Teile des Alten Testaments. Zwischen Tun und Ergehen des Menschen gibt es keinen zwingenden Zusammenhang. Der absurden Welt wird das zyklisch wiederkehrende ?Auch das ist nichtig? (wörtlich: ?ist Dunst?) entgegengestellt. Die nachstehenden Textfragmente (in der Übersetzung der Züricher Bibel) können bei Aufführungen vorab gelesen werden.

1: Das Einerlei im ewigen Kreislauf
Ein Geschlecht geht dahin, und ein anderes kommt;
Aber die Erde bleibt ewig stehen.
Alle Flüsse gehen zum Meere,
und doch wird das Meer nicht voll.
Was geschehen ist, wird wieder sein,
und was geschehen ist, wieder geschehen:
es gibt nichts Neues unter der Sonne.
Oder ist etwas, von dem man sagen möchte:
Siehe, dies hier ist ein Neues?

2: Alles Streben nach Weisheit ist nichtig
Ach, der Weise stirbt wie der Tor! Da ward mir das Leben
Verhasst; denn übel erschien mir alles, was unter der Sonne geschah.
Alles ist ja nichtig und ein Haschen nach Wind.

3: Armseligkeit des menschlichen Dasein
Der Mensch hat vor dem Tier keinen Vorzug.
Denn alle gehen an einen Ort, alle sind sie aus Staub geworden,
und alle werden sie wieder zu Staub.
Wer weiß, ob der Odem der Menschenkinder emporsteigt,
der Odem des Tieres aber hinabfährt zur Erde?
Und so sah ich: es gibt nichts Besseres, als dass der Mensch fröhlich sei
bei seinem Tun; das ist sein Teil.


4: Zeit und Zufall
Wiederum sah ich unter der Sonne, dass nicht den Schnellen der Preis zufällt, und nicht den Helden der Sieg, nicht den Weisen das Brot, noch den Verständigen Reichtum, noch den Einsichtigen Gunst; sondern alle trifft Zeit und Zufall. Kennt doch der Mensch nicht einmal seine Stunde; Wie die Fische, die im bösen Netze sich fangen, wie die Vögel, die in der Schlinge stecken, so werden die Menschen verstrickt zur Zeit des Unheils, wenn es plötzlich sie überfällt.

Anmerkungen: Kompositionsauftrag des Verbands Evangelischer Posaunenchöre in Bayern e.V.

Uraufführung:  07.01.2010, Evangelische Philippuskirche Nürnberg-Reichelsdorf

Uraufführung Interpreten: Matthias Brunner, Volker Hernedinger, Florian Schuh (Trp.), Kerstin Dikhoff , Dirk Dickhoff (Pos.), Dieter Wendel (Basspos.)
Sprecher: Dr. Stefan Ark Nitsche, Regionalbischof Nürnberg

Tonträger:  Gloria Brass Verband evangelischer Posaunenchöre in Bayern,  2009

Tonträger Interpreten: Matthias Brunner, Volker Hernedinger, Florian Schuh (Trp.), Kerstin Dikhoff , Dirk Dickhoff (Pos.), Dieter Wendel (Basspos.)
Sprecher: Dr. Stefan Ark Nitsche, Regionalbischof Nürnberg

Bestellnummer: 5190
Musikproduktion: ambitus
Tonmeister: Lutz Wildner