Kategorie:  Orgel / Sacred Music

Sätze: 1: BIRKE – der schöpferische Frühling
2: ULME – die Zuversicht
3: APFELBAUM – die Liebe
4: TANNE – das Geheimnis
5: ZYPRESSE – Schatten des Todes
6: WEIDE – die Trauer
7: EBERESCHE - Feingefühl und Glück

Der Zyklus kann als Ganzes gespielt werden, jedoch aber auch mit einer individuellen Zusammenstellung von 2-4 Sätzen. Schwierigkeitsgrad leicht bis mittelschwer.

Dauer: 18 Minuten

Notenausgabe: Dr. J. Butz-Verlag Köln-Bonn , 2014

Besetzung: Orgel mit mind. zwei Manualen und Pedal
Die Angaben zur Registrierung sind nur Vorschläge: im Prinzip soll jeder Interpret herausfinden, wie er auf seinem Instrument den Charakter eines Baumes am besten darstellen kann.

Vorwort: Wenn es ein Element gibt, das alle Religionen der Erde verbindet und zudem unmittelbares Abbild Gottes ist, so ist es die „Schöpfung“, - der Zusammenklang von Kosmos mit Natur in allen Erscheinungen von Gebirge, See, Meer, Fauna und Flora. Ein dem Menschen nahestehendes Element der Schöpfung sind wiederum die Baume, - aufrechtstehend wie der Mensch, voller Weisheit und der Erfahrung auf oft Hunderten von Jahren.
Bäume sind personifizierte Kräfte der Erde. Seit Jahrtausenden werden sie besungen, verehrt, in Geschichten, Mythen und Märchen verewigt, als Lieferant von Heilmitteln geschätzt. Jeder Baumtyp stellt eine individuelle psychologische Gestalt im Sinne eines Archetyps dar, was sich in der Baumsilhouette, in der Blattform, in
der Rindenstruktur, im Energiepotential des Wuchses und in der Fruchtform aufs deutlichste äußert. Diese Eigenschaften sind den Wesensprinzipien der menschlichen Psychologie sehr verwandt. So auch im keltischen Baumkalender, in dem bestimmte Zeitabschnitte des Jahres einem bestimmten Baumprinzip.
Die Bäume der sieben Sätze dieser Suite für Orgel verkörpern nach dem keltischen Baumkalender folgende Eigenschaften:

1: BIRKE – der schöpferische Frühling
24.Juni: lebhafter Aufbruch – zart/schön/anspruchslos anmutig – Mädchengestalt

2: ULME – die Zuversicht
12.1. – 24.1. und 15.7. – 24.7.: Wach – gute Gesinnung – liebt Ideale und Gerechtigkeit

3: APFELBAUM – die Liebe
23.12. – 1.1. und 25.6. – 4.7.: Erkenntnis und Liebe – Gut und Böse verbindend – sinnlich

4: TANNE – das Geheimnis
2.1. – 11.1. und 5.7. – 14.7.: Kühl, verschlossen – herb – Baum des Lichts

5: ZYPRESSE – Schatten des Todes
25.1. – 3.2. und 26.7. – 4.8.: Tod und Auferstehung – Unsterblichkeit – anspruchsvoll

6: WEIDE – die Trauer
29.2./1.3. – 10.3. und 3.9. – 12.9.: melancholisch – magisch nächtlich – intuitiv – Mond

7: EBERESCHE - Feingefühl und Glück
1.4. – 10.4. und 4.10. – 13.10.: Zart aber ausdauernd – Anmut – tiefwurzelnder Pionier – Baum der Seher

Uraufführung:  24.01.2014, Konzertsaal der Musikhochschule Regensburg

Uraufführung Interpreten: Stefan Baier (Orgel) bei den TAGEN DER NEUEN MUSIK Regensburg