Category:  Choir / Vocal , Organ / Sacred Music , Opera / Music Theatre

Duration: 55 minutes

Publisher of notes/sheet music: Schott Music , Sheet music loans , 2012

Instrumentation: Soprano, tenor, baritone, two pianos and timpani
  and 3 percussionists

1: bass drum, 3 suspended cymbals, tam-tam average, crotales, 2 triangles (on the stand)
2: Marimba, Triangle (on the stand), 1 hanging mid-cymbal, crash cymbals, 3 toms (or similar drums), large tam tam (with percussion no.3)
3: Glockenspiel, 3 wood blocks, metal chimes, tambourine, chimes, snare drum, large tam-tam (with percussion no. 2), 3 toms (with percussion no. 2), wooden board, small suspended cymbal, triangle (on the stand), flexatone

Introduction: 
ORBE ROTUNDO (preface for the edition of the reduced version)
In Analogie zu Carl Orffs CARMINA BURANA, als dessen „Schwesterwerk“ ORBE ROTUNDO entstanden ist, liegt hier nun ebenfalls eine auf 2 Klavier und Schlagzeug redezierte Fassung vor. Neben den zwei Klavieren und den Pauken sind hier nur drei Schlagzeuger notwendig, so daß diese – für den Konzertbereich vollwertige - Version mit sechs Spielern aufführbar ist.
Unter Weitung des zu den CARMINA BURANA analogen Textspektrums mit Lyrik von Oswald von Wolkenstein und Neidhart von Reuenthal, Bibeltexten (die lateinische Vulgata), Grabinschriften und Zaubersprüchen entstand 2009 das 45minütige ORBE ROTUNDO. LIEDER VON LEBEN, MAGIE UND TOD. Das Moment des zyklisch Wiederkehrenden (Fortunas „Rad“ bei Orff vergleichbar) ist im zentralen Chorstück IN ORBE ROTUNDO („Die Welt ist rund“) enthalten, das den Anfang und Beschluß des Werkes mit leuchtendem Forte-Glanz markiert. Die dramaturgische Idee, den Jahreskreis nur kurz mit dem Frühling zu beginnen, dann gleich in den Frühsommer mit Walpurgisnacht (Hexensabbat), Maienliebe und Mittsommer (Johannistag) zu gehen, den Herbst als Zeit der Ernte und des Nahrungsgenusses zu feiern, im Winter zur Erstarrung zu kommen... um dann mit „Ostera II“ und „Primavera“ vor allem die Wiederkehr des Frühlings zu feiern, - diese Idee hatte ich bereits 2008 in meiner III. Sinfonie „Chinesische Jahreszeiten“ erfolgreich auskomponiert. „Jahreszeiten“-Zyklen, die mit dem Winter enden bleiben trostlos. Den Frühling als Zielpunkt eines 16teiligen Zyklus in 9 Bildern zu nehmen verspricht hingegen Kraft und Optimusmus.
Musikalisch ist der Chor wichtigster Handlungsträger. Das Moment des Kollektiven, das einem Chor innewohnt, unterstützt die Archaik und Universalität der Texte. Kontrastierend dazu stehen dann die individuelleren Passagen der Vokalsolisten: Sopran (mehr oder weniger „das Mädchen“ verkörpernd) und Tenor (der lebensfrohe Jüngling) befassen sich vorwiegend mit den deutsch-mittelalterlich lyrischen Texten. In Oswald von Wolkensteins „Jensel und Gretel“ sind beide als Rollen erkennbar personifiziert. Der männliche Bariton intoniert eher Mythologisches, ist ein ritueller Rufer oder repräsentiert gar den Satan.

Dedication: Dedicated to Hayko Siemens

Additional remarks: Smaller setting of the orchestral version, see: ORBE ROTUNDO (2010)

World premiere:  21.07.2012, Herkules Hall, Munich Residenz

Performers at world premiere: Judith Spiesser (soprano), Robert Sellier (tenor), Todd Boyce (baritone), Motettenchor Munich, Percussion Ensemble Stefan Blum, Martin Wiedenhofer and Bronwen Murray-Berg (piano), cond.: Enjott Schneider