DIANA - CRY FOR LOVE (komponiert 2000-2002; UA 2002). Songoper mit Soli, Chor, Ballett, Rockband, großes Orchester. Wolfgang Rögner zeichnete im Libretto die letzten Tage der englischen Prinzessin Diana nach, die im August 1987 mit ihrem Geliebten Dodi Al Fayed tödlich verunglückte. Inhaltlich geht es um den "Mythos Diana" als Frau zwischen Sucht nach Liebe und Anerkennung und Flucht vor der (von ihr selbst beschworenen) Medienpräsenz. Ein Werk für das traditionelle Dreispartenhaus in Nachfolge der großen Musicals wie "My Fair Lady", "Evita", "West Side Story", das in seiner Stilistik zwischen Kurt Weill, "Rapzitativ" und den zwei lateinischen Finales nach apokalyptischen Texten des Johannes eine eigenständige Sprache gefunden hat.
NULLVIER – KEINER KOMMT AN GOTT VORBEI ist eine Fußball-Oper, die im Musiktheater im Revier Gelsenkirche zum 100jährigen Jubiläum aufwendig produziert wurde: in 3 Stunden puschten Solisten, Chor, Tänzer, Bigband, Rockband und großes Orchester die Emotionen solcherart hoch, dass in den ausverkauften 30 Vorstellungen das Publikum schon vor der Pause im Wortsinne ‚auf den Stühlen’ stand. Eine Gemeinschaftsarbeit mit den Librettisten Michael Klaus und Bernd Matzkowski, Regie: Matthias Davids, Choreographie: Melissa King, Musikalische Leitung: Kai Tietje. Die Presse – von „Spiegel“ bis „FAZ“ hatte sich vor Begeisterung überschlagen:
„Die Uraufführung von Enjott Schneiders „Nullvier – Keiner kommt an Gott vorbei“ (Frankfurter Rundschau vom 11.5.2004). …Komponist Enjott Schneider, bekannt durch Filmmusiken und Literaturopern, mischt effektvoll verschiedene Stile vom klassischen amerikanischen Musical im eleganten Stile Cole Porters über türkischen Pop, erdigen Rock und auch Fangesänge kommen vor...und niemand blieb bei der Premiere sitzen, auch Bundestrainer Rudi Völler nicht.
Hannoversche Allgemeine Zeitung (vom 11.5.2004) ..Die Musik hat Enjott Schneider geschrieben, eine scheckige, doch ungemein flotte Stilmixtur aus Big-Band.Groove, Chorfuge und Popsong, fast jeder bekommt von Schalkes neuem Bruder ein kleines feines Solo zugewiesen…. Fahrt hin, wenn ihr Schalker seid!
Musicals (Juni 2004) Das hat das Musiktheater noch nicht erlebt: Premieregäste werfen Schalke-Schals über ihren Frack, Schlachtrufe wie in der Arena auf Schalke dröhnen durch das Haus, 1000 Premierengäste erheben sich bereits zum Pausenfinale und bejubeln das Bühnengeschehen…..Enjott Schneider ist vor allem als Filmkomponist bekannt und schrieb Opern, Sinfonien, Kammermusik. „Nullvier“ ist sein erstes Musical, und er macht seine Sache nicht schlecht. Die Songs sind bei weitem nicht so flach, wie es bei einem solchen Unternehmen durchaus hätte passieren können. Schneiders Musik biedert sich nicht an, sondern schlägt immer wieder überraschende Haken. Aus dem Orchestergraben… groovt, rockt, funkt und swingt es, auch Türk-Pop wird zitiert. Die Filmerfahrungen halten die Partitur in stetem Fluß, es gibt nicht allzu viel Applausschlüsse. Manchmal scheinen Sondheim und Yeston aus der Ferne zu grüßen, insgesamt besitzt die Musik aber große Eigenständigkeit, die noch verstärkt wird durch die spezielle Handschrift Schneiders, die alle scheinbar disparaten Elemente zusammenhält…Mit „Wir sind die Fans von FC Schalke“ gibt es einen Hit, der absolut stadiontauglich ist.
Nullvier – an Gott kommt keiner vorbei (Musik News vom 11.5.2004) …eine pointenreiche Show um das aufstrebende Fußball-Talent Jojo, der Schalke 04 vor dem Abstieg retten soll. Für die Musik konnte der bekannte TV- und Opernkomponist Enjott Schneider gewonnen werden, der amerikanischen Musical-Sound mit Jazz und Fußball-Hymnen kombinierte (sat1-Nachrichten).


