GRANICA. TANZ IN DEN TOD für zwei Klaviere und Schlagzeug. Unter allen „Grenzen“, an die der Mensch kommt, ist der Tod die endgültigste und am Subjektivsten erfahrene. Der Tod ist auch die härteste Grenze. GRANICA (das slawische Urwort für Grenze) ist ein einteiliges Werk, in dem von einem facettenreichen und vitalen „Tanz des Lebens“ ausgegangen wird, der sich dann ins misteriöse Dunkel des Todes verliert. Das Werk wurde als Auftrag der zyprischen Botschaft  für den „Zyprischen Frühling 2009“ komponiert. Uraufführung im Gasteig München. Noten bei Schott Music.

AM UFER DER VERNUNFT. VALENTINIADE für Trompete, Posaune und Klavier, Auftragswerk für ein Kammerkonzert des Bayerischen Rundfunks 2008. Die Satzfolgend: Galopp 1: Der Vorstadt-Hypochonder / Der Wuhwuh kommt... / Galopp 2: Revolutionszwetschgen /Kurzer Rede langer Sinn... / Galopp 3: Tingel-Tangel. Eine Hommage an Karl Valentin (1882-1948), dessen Linksdenken, bizarre Logik, Wortakrobatik, eskalierende Verhinderungen und destruktives Spiel mit Mißverständnissen auf musikalisches Material übertragen werden: “Dieser Mensch ist ein durchaus komplizierter, blutiger Witz” (Bert Brecht). Noten bei Schott Music.

AS TIMES GOE BYE.... Suite in memoriam J.S. Bach for saxophone trio (A/T/B), hat die Sätze 1: Preludio 2: Courante 3: Sarabande, 4: Gigue. Unter Verwendung von Bachschen Motiven werden „Zeit“-Spiele betrieben: Phasenverschiebungen, Rückläufigkeiten und schwebende Collagen. Ein vieldimensionales Stück, das konventionell aussieht und dennoch modernste Facetten hat. Noten sind bei Schott Music erschienen.

MUSICA ARCAICA Nr. 1 für Violine, Violoncello und Klavier (Klaviertrio). Studien zum zyprischen Volkslied „Der Hirte“ ist eine kompositorische Auseinandersetzung mit dem zyprischen Hirtenlied „Voskos“. Das motivierte, die archaischen Satztechniken Bordun, Heterophonie und Ostinato fokussiert anzuwenden. Dabei liegt der Akzent nicht nur auf dem satztechnischen Spielen, sondern auch im Evozieren der Stimmungen, die in dem Hirtenlied angelegt sind. Die Noten sind bei Schott Music erschienen.

DIE SEHNSUCHT MEINES GEO-DREIECKS. EINE BERICHTERSTATTUNG für zwei Flöten und Klavier wurde 1984 in dieser Originalbesetzung komponiert, später dann als Version für 2 Flöten und Streichquartett. Das Werk thematisiert die Spannung zwischen Emotion/Expressivität einerseits und Kalkül/Konstruktion andererseits, der moderne Musik ausgesetzt ist. Gellende Peitschenhiebe, nüchterne Krebsläufigkeit und ein im Klavierbass verborgenes Wagnerzitat „Sink hernieder, Nacht der Liebe“ gehören zu den irritierenden Gegenläufigkeiten dieses Werkes.