AS TIMES GOE BYE.... Suite in memoriam J.S. Bach for saxophone trio (A/T/B), hat die Sätze 1: Preludio 2: Courante 3: Sarabande, 4: Gigue. Unter Verwendung von Bachschen Motiven werden „Zeit“-Spiele betrieben: Phasenverschiebungen, Rückläufigkeiten und schwebende Collagen. Ein vieldimensionales Stück, das konventionell aussieht und dennoch modernste Facetten hat. Noten sind bei Schott Music erschienen.
NEKYIA für Saxophon und Orgel (1987) beschreibt den Archetyp der Hadesfahrt: wer zum Leben will, muß - wie einst Orpheus auf dem Weg zu Eurydice - zum Tod hinabsteigen. Ein Mythos, der Archetyp aller Religionen (auch des Todeserlebnis der Schamanen als Weg der Initiation) der auch Inbegriff des Christentums ist: Der Weg zum ewigen Leben geht über den Tod am Kreuz. Folgerichtig heißt der meditative Schlußsatz, bei dem das Soloinstrument nach indischen Ragas geführt ist: LUX AETERNA. Noten bei Schott Music. Einspielung mit Fabien Chouraki/Saxophon und Marc Adamczewski/Orgel auf der CD CHANT DES TÉNÈBRES an den Grandes Orgues der Kathedrale Noyon .
RINGELNATZ-SUITE FÜR SAXOPHONQUARTETT wurde 2009 vom Ensemble panta rhei bei den Europäischen Festwochen Passau uraufgeführt. Die sechs Miniaturen sind freie Kompositionen, die durch Gedichte von Joachim Ringelnatz poetisch inspiriert wurden. Dessen Humor, Ironie, Alltagsakrobatik, wetterwendische Stimmungsumschwünge und Groteske wurden versuchsweise in die musikalische Textur übertragen. Die Gedichte können in Konzerten auch gelesen werden.
1: Das Ei /2: Übergewicht /3: Der Komiker /4: München (An die Schwiegereltern) /5: Das Mädchen mit dem Muttermal / 6: Jerusalem.
Die Noten sind bei Schott Music erschienen.
PANTA RHEI. MANTRAS FÜR SAXOPHONQUARTETT wurde für das gleichnamige Saxophonensemble komponiert. „Mantras“ sind im Hinduismus und Buddhismus heilige Sätze, Kernaussagen, „Instrumente des Denkens und der Rede“. Sie wurden an das Göttliche als Verehrung und Weg der Konzentration gerichtet und bestehen vor allem aus Wiederholungen von Silben und Worten. In diesem Sinne enthält in „Panta Rhei“ jeder Satz eine Grundmotiv (vor allem eine rhythmische Grundgeste), das variativ und kreisförmig, aber nicht identisch wiederholt wird, - eben in ewigem Fließen.
1: Prelude / 2: Liquid Chrystal /3: In Memoriam Viktor Schauberger / 4: Panta Rhei . Die Noten sind bei Schott Music erschienen.
CRUCIFIXUS für Saxophonquartett und Orgel, 1: Toccata, 2: Adagio, 3: Marcia funebre (Fuge) wurde im Bachjahr 2000 als Kompositionsauftrag der Stadt Erfurt für das Raschér Saxophone Quartet komponiert und mit Silvius von Kessel im Erfurter Mariendom uraufgeführt. Die Bezüge zu Bach sind mannigfaltig: Grundidee war es, ein "Crucifixus" über den berühmten Ostinato-Bass aus Bachs h-moll-Messe zu schreiben und hier dem großartigen Schmerzenston des Originals gerecht zu werden. Daneben gibt es auch andere Bachbezüge: etwa das eingeflochtene Tonmotiv B-A-C-H oder die Formidee seines Orgelstücks "Toccata, Adagio und Fuge". Eingespielt mit dem Raschèr Saxophone Quartet auf der CD IN PRINCIPIO - HIOB – CRUCIFIXUS.


