SONNENGESANG für 8stimmigen Chor ist ein Auftragswerk für die Regensburger Domspatzen, Uraufführung 2008 in Kapstadt/Südafrika, dann europ. Erstaufführung m Regensburger Dom. Franz von Assisi (um 1181 – 1226) war der poetischste aller Heiligen, ein ekstatischer Troubadour Gottes. Seinen Sonnengesang „Il cantico di frate sole“ schrieb er im Winter 12224/1225 in altitalienischer (umbrischer) Sprache. Er gehört aufgrund seiner dichterischen Gestalt und seiner Bedeutung zur Weltliteratur und hat den Beginn der italienischen Dichtkunst maßgeblich beeinflusst. Die Vertonung des Sonnengesangs versucht mit einem einprägsamen Kehrvers, der jedoch in eine artifizielle Umgebung eingebunden ist, die Volkstümlichkeit des Originals einzufangen. Auf avantgardistische Chortechniken der neueren Musik war deshalb kategorisch zu verzichten (obwohl Flüstern oder Clusterakkorde bisweilen vorkommen).Inspiration war vielmehr die Klanglichkeit altitalienischer Gesänge (wie sie heute noch in Sardinien und Korsika zu hören sind) mit ihren langen Bordunen, Liegeakkorden und Parallelführungen.
ANSBACHER CHORBUCH ist eine Sammlung von achtzehn kleinen Choralmotetten und Chorsätzen zu Melodien des Evangelischen Gesangbuchs. Es sind die Vokalsätze, die das „Ansbacher Orgelbüchlein“ mit seinen achtzehn Choralbearbeitungen linear ergänzen. Zum Gebrauch in Gottesdienst und kleinem Konzert (auch zusammen mit den Orgelchorälen) ist der Schwierigkeitsgrad einfach bis mittelschwer. Die Sammlung enthält auch dreistimmige Sätze mit nur einer Männerstimme. Insgesamt wurde Wert auf eine stilistische Vielfalt gelegt, die einen Querschnitt durch den zeitgenössischen Chorsatz (allerdings unter Weglassung von geräuschhaften und sprechexperimentellen Elementen) bietet: dieser reicht vom einfachen harmonischen Chorsatz („Herr Jesu Christ, dich zu uns wend“) bis zu ekstatischen Cluster-Verschiebungen („Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen“), vom Ostinato („Wie soll ich dich empfangen“) bis zum Bicinium („Von Gott will ich nicht lassen“), von der Vokalisenbegleiteitung („Aus tiefer Not“, dem Klangfeldbordun („Nun singet und seid froh“) bis zur meditativen Harmonik über einer Bassmelodie („Komm Gott Schöpfer, heilger Geist“). Klänge aus Silbenzerlegung finden sich in „Befiehl du deine Wege“. Um die Verwurzelung des protestantischen Chorals in der ältesten katholischen Geschichte erlebbar zu machen, wurden mehrfach auch lateinische Textelemente ergänzend eingebaut. Noten bei Schott Music 2008.
KOMM HEILGER GEIST (VENI CREATOR SPIRITUS) wurde 2002 für das KÖLNER CHORBUCH ABENDLOB/EVENSONG des Carus Verlag Stuttgart 2003 komponiert. Einspielung auf der CD TOTENTANZ mit dem Regensburger Kammerchor.
NUN DANKET ALLE GOTT (4stg. Choralmotette) für ein Chorbuch der Erzdiözese Köln. Dauer 5 Minuten
O HAUPT VOLL BLUT UND WUNDEN. Choralmotette zu 3 Stimmen, für das „Chorbuch zu drei Stimmen“ des Carus Verlag Stuttgart 2007
DAS IST MEINE FREUDE (Psalm 73) und GOTT HAT UNS NICHT GEGEBEN DEN GEIST DER FURCHT (2. Tim.1,7), zwei a cappella Werke für das „Kasualien Chorbuch“ der Evang.Württembergischen Kirche, Carus Verlag Stuttgart 2006
DIE HOFFNUNG. Offizielles Lied zum 93. Deutschen Katholikentag in Mainz, Text von Hanns Dieter Hüsch. Notenmaterialbei Schott-Music 8950/01 oder 02. Chorfassung auf CD eingespielt vom Kammerchor der Universität Frankfurt. Es gibt für die Jugendchor-Arbeit auch eine Playback-CD und dadurch eine Fassung für Chor und Rockband.
POSAUNENKLANG VOM LEBENDIGEN LICHT. Zwei Chorwerke nach Texten der Hildegard von Bingen . Aufführungsmaterial beim Autor. 1: "De innocentibus" (An die unschuldigen Kinder), 2: "O quam mirabilis" (O wie wunderbar). Eingespielt auf der WERGO-CD "Klänge des Lichts" mit dem Orpheus Chor München, Leitung: Gerd Guglhör.
O ET O CUM JUBILO (Text: Carmina Burana) ist zwar ein weltliches Trinklied, jedoch als lateinisches a cappella-Werk hier nicht unangebracht. Schott Music als „Jubilus“ C 52279. Uraufführung bei „Europa Cantat“ 2006 in Mainz


