25.5.1950 Geboren in Weil am Rhein (Deutschland) als erstes Kind von Gisela und Hansjörg Schneider. Eingetragener Name Norbert Jürgen Schneider.
1957-1969 Schulzeit in Weil am Rhein und Lörrach. In dieser Zeit erlernte Musikinstrumente (in chronologischer Folge) Akkordeon, Trompete, Violine, Viola, Klavier und Orgel. 1969 Abitur am Hans-Thoma-Gymnasium in Lörrach.
1969-1977 Studentenzeit an der Musikhochschule Freiburg i.Br. (Studiengänge Schulmusik, Musiktheorie, Orgel, Trompete) und an der Universität Freiburg i.Br. (Musikwissenschaft, Geschichte, Germanistik, Linguistik).
1969-1975 Organistenstelle in Huningue (Frankreich).
1971-1975 Mitglied der Popgruppe KAKTUS (keyboards, vocal, trumpet).
1972 Heirat mit der langjährigen Schulfreundin Ingeborg (*1951).
1973-1979 Durchgehend Lehraufträge an der Musikhochschule Freiburg (Tonsatz, Kontrapunkt, Analyse), am musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Freiburg (Musikwissenschaft)und an der Pädagogischen Hochschule Freiburg (Musikgeschichte).
1975 Erste Tonträger-Einspielung als Organist und Dirigent bei prodisc strasbourg mit der LP "Noel Huningue".
1975-1982 Übersiedelung nach Hinterzarten (Hochschwarzwald) mit einer Anstellung als Organist und Chorleiter. In dieser Zeit umfangreiche konzertante Tätigkeit als Leiter des Collegium Musicum.
1977 Promotion zum Dr. phil an der Universität Freiburg bei dem Musikwissenschaftler Hans-Heinrich Eggebrecht.
1977 Geburt der Tochter Christiane.
1978 Erste Veröffentlichungen das Buch "Popmusik" (Katzbichler- Verlag), der Essay "Mediantische Harmonik bei Ludwig van Beethoven" im Archiv für Musikwissenschaft sowie etwa 400 Lexikonartikel für den F.A.Brockhaus-Verlag.
1979 Tätigkeit als Herausgeber von Hindemiths letzter Oper "The long Christmas Dinner" im Rahmen der Hindemith- Gesamtausgabe.
1979 Beginn der Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik in München (bis 1996 Professur für Musiktheorie).
1980 Geburt des Sohnes Gabriel.
1982 Übersiedelung nach München-Baldham.
1982 Beginn des Komponierens für Film und Fernsehen und Beginn der Lehrtätigkeit als ständiger Gastdozent an der Hochschule für Film und Fernsehen in München.
1983 Erstes großes Bühnenwerk Kammeroper "Das Salome-Prinzip" (nach Oscar Wilde) für sechs Sänger und elf Instrumente.
1984 Beginn der Theatermusik-Arbeiten mit der Musik zur Uraufführung von Botho Strauß "Der Park" (Regie Dieter Bitterli) an den Städtischen Bühnen Freiburg i.Br.
1986 mit dem "Handbuch Filmmusik I Musikdramaturgie im Neuen Deutschen Film" (…lschläger-Verlag) beginnt die publizistische Arbeit zur Themen der audiovisuellen Kultur.
1988 In München-Baldham wird erstmals ein eigenes Tonstudio (Tonstudio "Augenklang") eingerichtet.
1988 mit dem Soundtrack zum Film "Herbstmilch" (Regie Joseph Vilsmaier) beginnt die Erfolgswelle als Filmkomponist
1989 "Handbuch Filmmusik II Musik im dokumentarischen Film" (…lschläger-Verlag).
seit 1990 ständiger Dozent bei der ZFP (zentrale Fortbildungsstelle von ARD und ZDF) Hannover.
1991 Bayerischer Filmpreis für Musik (für den Soundtrack zum Film "Rama Dama", Regie Joseph Vilsmaier) Bundesfilmband in Gold für die Filmmusiken zu "Wildfeuer" (Regie Jo Baier) und "Leise Schatten" (Regie Sherry Horman).
1991 Eine Phase intensiver Beschäftigung mit Zeit und Rhythmus wird mit einer Buchpublikation beendet "Die Kunst des Teilens. Zeit - Rhythmus - Zahl" (Piper-Verlag München).
1993 Lehrtätigkeit an dem Staatlichen Filminstitut in Pune (Indien).
1995 Beginn einer engen Zusammenarbeit mit dem Schott-Verlag Mainz und Publikation der ersten CD beim Schott-Label Wergo "Klänge des Lichts - Musik nach Innen" mit Werken für Chor, Sopran, Orgel und Instrument Lehrauftrag an der Universität Leipzig für "Musik in den Medien".
1996 Erfolgreiche Bewerbung um die neu eingerichtete Professur "Komposition für Film und Fernsehen" an der Münchner Musikhochschule und Aufbau einer Kompositionsklasse.
1997 Neubau und Bezug eines "Komponierhäusl" in München (Am Wageck 4) mit einem erweiterten Tonstudio ("Greenhouse Studio").
1997 im Buch "Komponieren für Film und Fernsehen - ein Handbuch" (Schott-Verlag Mainz) wird eine Summe der filmmusikalischen Arbeit gezogen.
1999 Mit der Uraufführung von drei Werken wird eine Intensivierung des Arbeitens für Konzertsaal und Bühne eingeschlagen Oper "Albert warum?" (Januar) am Theater Regensburg, die 92minütige "Glockensinfonie Lied an das Leben" für Soli, Chor, Orgel und Orchester (August) bei den Domstufenfest- spielen in Erfurt, das Klavierkonzert "Evolution" (Dezember) mit dem Philharmonischen Orchester in Madrid.
2000 Uraufführung des Orchesterstücks „Furiant“ (Bayerischer Rundfunk) im Muenchner Prinzregenten-Theater (Maerz), „Crucifixus“ für Saxophonquartett und Orgel im Erfurter Dom mit dem Raschèr Quartet (Mai), „Resonanzen“. Symphonische Taenze mit dem Orquesta Filarmónica de Madrid in Madrid (Dezember).
2001 Erhielt im Januar beim Int. Filmfestival Biarritz den „Fipa d’or“ (beste europaeische Filmmusik „series et feuilletons“). Urauffuehrung der II. Sinfonie „SISYPHOS“ für Schlagzeug und Orchester im Münchner Herkulessaal (Februar).
Einige Erkrankungen (Pankreatitis, Diabetes Typ 1) bewirken eine Orientierung auf Wesentliches und Reduktion des mehr „unterhaltenden Genres“ des (Film-)Komponierens
2002 Neben vielen Uraufführungen zwei erfolgreiche Operuraufführungen: „Salome-Prinzip“ März am Musiktheater im Revier, dann auch April Théatre National de Luxembourg; im Oktober Songoper „Diana – Cry for Love“ am Theater Görlitz. Im Juli Teilnahme/Juror bei Filmmusikbiennale Bonn
2003 Im Januar/Februar Arbeit an Film und CD „Schwabenkinder“ (Film von Baier);
Seminare an der Universität Oldenburg und an der Filmhochschule Konrad Wolff in Babelsberg;
Im März Uraufführung von „Veränderungen“. Konzert für Sheng und Orchester, womit verstärkt das Interesse an archaischethnologischer Musik dokumentiert wird.
Im Juni erscheint „Zeit-Rhythmus-Zahl. Ein Grundlagenbuch zu Musik und Kultur“ bei BoD/Norderstedt
24.6.2003 Wird als "E"-Musikvertreter der Komponisten in den Aufsichtsrat der GEMA gewählt; dort Schwerpunkte Mitarbeit im Wirtschaftsausschuß, in Verteilungsplankommission, in Wertungsausschuß und im Programmausschuß.
2004 war ein ertragreiches Jahr mit der Uraufführung von drei großen Bühnenwerken "Bahnwärter Thiel" (große Oper) im Februar am Theater Görlitz, "Nullvier - keiner kommt an Gott vorbei" zum 100jährigen Jubiläum von Schalke 04 am Musiktheater im Revier Gelsenkirchen, Ballettoper "Krabat - oder die Erschaffung der Welt", das mit dem sorbischen Nationalensemble Bautzen europaweit mehrfach aufgeführt wurde. Daneben viele Kompositionen wie u.a. das Orchesterstück "The Tinguely Machine" (UA im September 2004 Berlin). Highlights unter den Filmmusiken war der Score zu Jo Baiers "Stauffenberg" (nominiert für den Deutschen Fernsehpreis 2004), der Kinofilm "Bibi Blocksberg und das Geheimnis der Blauen Eulen", die Musiken zu Guido Knopps "Hitlers Manager" oder "Das Wunder von Bern - Die wahre Geschichte" (ausgezeichnet mit dem Deutschen Fernsehpreis).
2005 war bestimmt von der Arbeit am 7. abendfüllenden Bühnenwerk "Fürst Pückler - Ich bin ein Kind der Phantasie" (UA Theater Görlitz am 29.4.2006). Mit der Orgelsinfonie Nr.1 "Pater Noster" wurde eine Reihe von 12 Orgelsinfonien begonnen. An Filmen entstanden die Spielfilmmusiken zu "Judas von Tirol" (Infafilm/BR), "Fünfsterne-Kerle inklusive" (Zieglerfilm/ARD), "Der lenkbare Großvater" (Seitzfilm/ARD), die Dokufilmmusiken "Der Sturm", "Holocaust", "Good bye DDR" und "Drama von Dresden" (letzter Film erhielt im November 2005 in New York den Emmy Award für beste Doku 2005).
2006 enstanden die Orgelsinfonie Nr.2 "Die Marianische" (UA am 29.4.2006 Dom St. Gallen), das Orchesterstück "At the edge of time. Reflections on Mozarts Requiem KV 626" (UA am 9.2.2006 in Rumänien) und dazu die gleichnamige Version für symphonische Orgel. Ein Filmmusikhighlight ist der Score zu Jo Baiers "Nicht alle waren Mörder" (Teamworx/ARD)
2007 Uraufführung von „Cornissimo“ für 12 Horngruppen durch 225 Interpreten anlässlich des 225jährigen Jubiläums der Musikinstrumentenmanufaktur Gebr. Alexander, Mainz
Deutscher Fernsehpreis „Beste Filmmusik“ für „Die Flucht“ (Regie:
Kai Wessel) und „Nicht alle waren Mörder“ (Regie: Jo Baier)
2008 Uraufführung von „Der Sonnengesang des Franz von Assisi“ mit den Regensburger Domspatzen in Vryheid (Südafrika)
Uraufführung der 3. Sinfonie „Chinesische Jahreszeiten“ für Alt, Sheng und Orchester im Rahmen der Internationalen Sommerphilharmonie Leoben (Steiermark)
2009 Uraufführung von „Seligpreisungen – in memoriam Leipzig 1989“, im Rahmen der Gedenkfeiern anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls
Uraufführungen der Orgelsinfonien Nr. 7 (Basilika Waldsassen), Nr. 8 (Mariendom Erfurt) und Nr. 9 (Frauendom München).
November 2009 Uraufführung des Oratoriums "Augustinus" in Ingolstadt
2010 Uraufführung Symphonic Poem "Earth & Fire" mit dem Taipei Chinese Orchestra in Taipei, Uraufführung des Bühnenwerks "Orbe Rotundo" als Schwesterwerk zu Orffs "Carmina Burana"
2011 Beginn der Tätigkeit als Dozent für Neue Musik/Komposition Hochschule für Musik Regensburg. Uraufführung der 4. Sinfonie "Salaam", Uraufführung des Osteroratoriums "Resurrexit et ascendit", des Cellokonzerts Nr.1 "Dugud", Uraufführung der Orgelsinfonien Nr. 10 (Kathedrale Porto), Nr. 11 (Frauendom München) und Nr.13 (Abtei Schweiklberg)
2012 Vorsitzender des Aufsichtsrates der GEMA Berlin/München. CD-Erscheinungen "Resurrexit et ascendit" (Osteroratorium), "Im Namen der Rose", "Nocturnes". Composer in residence beim Beijing Modern Music Festival sowie beim Schwarzwald Musikfestival (dort Uraufführung der 5. Sinfonie "Schwarzwald-Saga"), dirigiert im Münchner Herkules-Saal Uraufführung "Obre Rotundo"/Fassung mit Percussion, Uraufführung der Orgelsinfonie Nr. 12 (Regensburger Dom), des Symphonie Poem "Fire of Innocense" (Concert Hall Taipei), des Gallus-Oratoriums "Leben in der Stille" (Kathedrale St. Gallen und Kloster Luxeuil/Frankreich), des Orchesterwerks "Florestan und Eusebius" und des Orchesterwerks "Naturklänge. Hommage a Celibidache".

