NOCTURNES for guitar solo (2010)

Duration: 12 minutes

Movements: 1: SOMNUS EST IMAGO MORTIS 2: TEMPUS FUGIT AMOR MANET 3: GUTTA CAVAT LAPIDEM

Instrumentation: Guitar solo

Publisher of notes/sheet music: Schott Music, published by Stefan Barcsay, GA 558 Guitar Archive, 2012

Introduction: Enjott Schneider (*1950)
NOCTURNES for guitar solo
1: SOMNUS EST IMAGO MORTIS
2: TEMPUS FUGIT AMOR MANET
3: GUTTA CAVAT LAPIDEM
Duration: 10-12 minutes
Cordially dedicated to Stefan Barcsay

World premiere on the 25th of January 2011, concert hall of the 'Hochschule fuer Musik Regensburg' with Stefan Barcsay (guitar) in the concert OMNIA MUTANTUR / NIHILINTERIT (Everything changes, nothing ends) of the series: „ERSTMAL NEUES“

The „Notturni“ of Mozart and Haydn developed as a special type of the „Serenade“. In the Romance era, we find the Nocturnes in compositions of John Field (1782-1737) as a severely limited category that was then made boundary-free by Frédéric Chopin (1810-1849) by making it a fascinating character piece: He created ambivalently glowing gems in the illusory world of mankind, close to the sublime, as well as to the demonic abyss. Peter Cossé appropriately called Chopin's Nocturnes an „Enlightenment of the dark suns at night“. This is the central tradition for the three Nocturnes for guitar that can be best described with a Latin wisdom. „Somnus est imago mortus“ (Cicero) sees the sleep as the image of death and gives the night the role of something mysteriously foreshadowing. „Tempus fugit amor manet“ (time runs by, however, love lasts) makes the ambivalence between rushing and staying eternally the central theme. Ovid's „Gutta cavat lapidem non vi sed saepe cadendo“ (constant dripping does not wear away the stone by force but by consistency) finds a musical match in the minimalistic motif that influences the listener continuously by sounding constantly.

Dedication: Cordially dedicated to Stefan Barcsay

World premiere: 25.01.2010, Concert hall of the 'Hochschule für Musik', Regensburg on the occasion of the concert OMNIA MUTANTUR, NIHIL INTERIT
Performers at world premiere: Stefan Barcsay (guitar)
Press reviews for world premiere: Press reviews in German language only: CD-Besprechung in AUGSBURGER ALLGEMEINE vom 12.12.2011 Eine reizvolle CD für Liebhaber der klassischen Gitarre hat der Augsburger Stefan Barcsay jetzt vorgelegt. Mit ihrem Titel „Nocturnes“ greift sie die Komposition von Enjott Schneider auf, die der vor allem als Filmkomponist bekannte Künstler („Schlafes Bruder“) eigens Stefan Barcsay gewidmet hat. In dieser „Welt-Ersteinspielung“ versteht es Barcsay wunderbar, diese Komposition mit Leben zu erfüllen. Enjott Schneider hat den drei Nocturnes jeweils ein lateinisches Motto vorangestellt: „Somnus est imago mortis“ (Der Schlaf ist des Todes Abbild), „Tempus fugit, amor manet“ (Die Zeit entflieht, die Liebe bleibt) und „Gutta cavat lapidem non vi sed saepe cadendo“ (Der Tropfen höhlt den Stein nicht durch Kraft, sondern durch ständiges Fallen). Diese unterschiedlichen Stimmungen spiegeln sich in Barcsays Gitarrenspiel wider, mal traumhaft- sinnlich, mal flüchtig, dann wiederum beständig mit einer weit ausschwingenden Melodie. AUGSBURGER ALLGEMEINE (von Stephanie Knauer) über ein Konzert am 10.7.2011 ZARTER KLANG FÜR ANGENEHME AUSZEIT. Stefan Barcsay spielt filigrane Gitarrenstücke der Moderne in Oberschönenfeld Zum dem Raum passte der Gitarrenklang von Stefan Barcsays Instrument wunderbar. Klanglich ähnlich filigran beschaffen wie der Rokokostil der Oberschönenfelder Abteikirche, war der Ton doch überall präsent....Ein Höhepunkt waren die drei "Nocturnes" von Enjott Schneider, die Szefan Barcsay im Januar uraufgeführt hat und die ihm gewidmet sind. Sie sind symmetrisch gebaut, stehen unter einem lateinischen Motto und richten sich musikalisch danach. "Die Zeit eilt weg, die Liebe aber bleibt" beginnt laufend, wird von Strecken aus harmonischen Ton-Paaren unterbrochen. "Der Tropfen höhlt den Stein nicht durch Kraft, sondern durch stetes Fallen" wird durch eindringliche Wiederholung eines enggebauten Motivs symbolisiert. Das einstündige Konzert war eine angenehme Auszeit. Der starke Beifall holte in die Gegenwart zurück. TECK-BOTE vom 28.3.2011 Enjott Schneiders drei Nocturnes boten den Hörern im Dettinger Atelier Gelegenheit, sich mit seinem aktuellen kompositorischen Schaffen vertraut zu machen. Nur zwei Monate zuvor an der Regensburger Musikhochschule uraufgeführt, eröffnete Stefan Barcsay feinsinnig Zugänge zu einer Klangwelt, die sich dem Komponisten zufolge auch in der Tradition eines Frédéric Chopin verorten lässt. Mit seinen eigenen Nocturnes habe Chopin „ambivalent leuchtende Kleinode“ geschaffen, die „dem höchst Sublimen eben so nahe waren wie einem dämonischen Abgrund“, schreibt Schneider im Vorwort zur Notenausgabe. In diesem Strom bewegen sich auch seine Nocturnes für Solo-Gitarre. Jedoch nicht als epigonale Geschöpfe oder als bloße Versammlung von Stilzitaten. Vielmehr ist es ihre innere Haltung, ihr introspektiver Gestus, aus denen ein eigenständiges Idiom erwächst, das Gegenwärtigkeit und Anbindung in der Tradition vereint. Das erste Stück „Somnus est imago mortis“ – der Schlaf ist das Abbild des Todes – betritt die Sphäre des Nächtlichen und weist diese als eine dämmrige, ahnungsvolle Zone der Unschärfe aus. „Tempus fugit amor manet“ – die Zeit entflieht, die Liebe aber bleibt – greift das unerschöpfliche, das zeitlose und doch so zeitverhaftete Thema der Vanitas auf, an das sich „Gutta cavet lapidem“ – der Tropfen höhlt den Stein – auf den Spuren Ovids organisch anschließt. Der stetig fallende Tropfen findet sein musikalisches Pendant in einem ostinaten, minimalistisch gehaltenen Motiv, das über das rein akustische Ereignis hinaus den Hörer in Resonanz zu versetzen vermag. (von Florian Stegmeier)

Records: raccanto RC014, 2011
Performers on recording: CD-Name: NOCTURNES - STEFAN BARCSAY contains the NOCTURNES by Enjott Schneider, as well as compositions by Dusan Bogdanovic, Richard Heller, Ross Edwards and Heitor Villa-Lobos CD review in German language only: CD-Kritik Augsburg/Stadtbücherei Empfehlungen: "Die drei Nocturnes für Gitarre solo des prominenten Komponisten Enjott Schneider, sind Stefan Barcsay persönlich gewidmet und wurden von ihm genau vor einem Jahr in Regensburg uraufgeführt. Wer Enjott Schneider von seiner dramatischen und ausdrucksstarken, Pathos nicht scheuenden Film- und Fernsehmusik kennt - man denke auch an die letztjährige Aufführung seiner monumental besetzen Friedenssinfonie "SALAAM" auf dem Rathausplatz, lernt ihn hier als Meister der kleinen Form, der meditativen Stille und der knappen musikalischen Aussage kennen...."

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